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Donnerstag, 8. Oktober 2026

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Mahnwache: Hunderte gedenken in Dresden den Opfern des Hamas-Terrors

Dresden gedenkt der Opfer des Hamas-Terrors

Am dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel haben in Dresden Hunderte Menschen der Opfer gedacht. Kultusminister Conrad Clemens rief zu täglichem Einsatz gegen Antisemitismus auf.

Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel haben sich an der Frauenkirche in Dresden Hunderte Menschen versammelt, um der Opfer zu gedenken. Zu der Mahnwache hatte die Arbeitsgruppe Dresden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) eingeladen. Die Veranstaltung verlief nach Beobachtung eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur friedlich und ohne Störungen.

«Wir tragen Verantwortung: Wir müssen uns für das jüdische Leben und gegen Antisemitismus einsetzen – und zwar jeden Tag», sagte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) bei der Mahnwache. Die schrecklichen Bilder, die man sich zuvor nie habe vorstellen können, gehörten zum Gedenken an den 7. Oktober dazu. «Mir gehen die Bilder nicht aus dem Kopf», so Clemens.

Zu den weiteren Rednern zählten Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) sowie der ehemalige Tagesschau-Sprecher und Autor Constantin Schreiber. Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden hatte am Abend zu weiteren Gedenkveranstaltungen in Leipzig und Chemnitz geladen.

Bei dem Massaker der Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte darauf mit einer militärischen Offensive im Gazastreifen. Sie führte zu einem langanhaltenden Krieg, bei dem Zehntausende Menschen getötet wurden.

Die Mahnwache in Dresden reiht sich in eine Vielzahl von Gedenkveranstaltungen ein, die an diesem Tag in Deutschland stattfanden. In Berlin gedachten deutsche Spitzenpolitiker der Opfer. Bundeskanzler Friedrich Merz, Innenminister Alexander Dobrindt und die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner mahnten am dritten Jahrestag des 7. Oktober 2023 den Kampf gegen Judenhass an. Israels Botschafter forderte eine «Offensive gegen Antisemitismus».

In der Hauptstadt versammelten sich vielerorts Menschen, um der Opfer des Hamas-Überfalls zu gedenken. Gleichzeitig demonstrierten in Kreuzberg Hunderte Unterstützer Palästinas, unter ihnen die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Mehrere Teilnehmer der Demonstration wurden wegen Hamas-Symbolen festgenommen.

Die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 haben in Deutschland eine anhaltende Debatte über Antisemitismus und den Umgang mit dem Nahostkonflikt ausgelöst. Die Gedenkveranstaltungen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Berlin zeigen, wie tief die Erschütterung auch drei Jahre später noch ist. Der Appell der Redner, sich täglich für jüdisches Leben einzusetzen, richtet sich an die gesamte Gesellschaft.

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Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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