Kerner erhält «Blauen Panther» und wirbt für Olympia in München
Johannes B. Kerner wird mit dem Ehrenpreis des bayerischen Medienpreises «Blauer Panther» ausgezeichnet. Vor der Verleihung spricht er sich deutlich für Olympische Spiele in München aus und lobt deren gesellschaftliche Wirkung. Ministerpräsident Söder würdigt Kerner als prägende Figur der deutschen Fernsehlandschaft.
Der Moderator und Journalist Johannes B. Kerner ist in diesem Jahr Ehrenpreisträger des bayerischen Medienpreises «Blauer Panther». Vor der Verleihung in München nutzte der 61-Jährige die Gelegenheit für ein deutliches Plädoyer für Olympische Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt. «Ich sage laut Ja – und zwar so schnell wie möglich. Lieber 36 als 40, aber auch 40 würde ich nehmen», sagte Kerner der Deutschen Presse-Agentur. «Das wär ein Brett.»
Kerner begründet seine Haltung mit seinen eigenen Erfahrungen mit Olympischen Spielen. Er habe Olympia oft erlebt und wisse, «was Olympische Spiele auslösen können in einer Stadt, wie sie eine Stadt einen können, wie so eine Veranstaltung auch ein Kitt für eine ganze Gesellschaft sein kann». Sollte München den Zuschlag bekommen, sei das «eine Win-Win-Win-Situation». Er «drücke alle Daumen», sagte Kerner.
München hatte sich im nationalen Wettbewerb um die deutsche Kandidatur für Olympia und Paralympics 2036, 2040 oder 2044 durchgesetzt. Im Rennen um die Spiele 2036 nannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als Konkurrenten. Kerner äußerte sich zuversichtlich: «Vielleicht kommt das Beste ja noch.»
Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis sei Anlass für einen Blick zurück – aber auch für einen nach vorne, sagte Kerner. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Ehrung so begründet: «Er ist unser Mr. TV und zu Recht der diesjährige Ehrenpreisträger.» Mit Kerner werde eine prägende Persönlichkeit der deutschen Fernsehlandschaft ausgezeichnet. Der Moderator stehe für anspruchsvolle Unterhaltung und fundierte Sportberichterstattung – zuletzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko – sowie für Talkformate und gesellschaftlich relevante Sendungen.
Söder lobte Kerner ausführlich: «Johannes B. Kerner ist beim Publikum gleichermaßen bekannt wie beliebt.» Auch er selbst sei schon vor mehr als 15 Jahren als Generalsekretär in dessen Talkshow zu Gast gewesen und schaue bis heute gerne rein. Besonders stark seien Kerners Interviews und sein Humor bei der diesjährigen Fußball-WM. «Auch aus bestens geschulten Fußballstars, Trainern und Experten kitzelt er immer wieder etwas Neues heraus», sagte Söder. Das Talkshow-Genre am späten Abend habe Kerner damals neu erfunden und die Sportberichterstattung mehr als einmal weiterentwickelt. Kerner stehe dabei stets für Charme, Witz und journalistische Tiefe. «Er verbindet qualitativen Anspruch mit großem Respekt, persönlicher Wertschätzung und Menschlichkeit gegenüber seinen Gesprächspartnern. Bodenständig, sympathisch und immer cool: Das zeichnet ihn aus», so der bayerische Ministerpräsident.
Die Ehrung mit dem «Blauen Panther» ist in diesem Jahr Teil einer Gala in München, bei der weitere Preise vergeben werden. So wird der Schauspieler Johannes Hegemann als «Bester Schauspieler» ausgezeichnet, und auch der Polit-Streamer Marcant erhält einen «Blauen Panther». Kerner selbst blickt der Verleihung gelassen entgegen: Die Auszeichnung sei für ihn eine Ehre, aber kein Anlass, sich zurückzulehnen. «Vielleicht kommt das Beste ja noch», sagte er.
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