Krimlindenallee auf Rügen ist Allee des Jahres 2026
Der BUND hat eine Lindenallee zwischen Garz und Putbus auf Rügen zur Allee des Jahres 2026 gekürt. Das Gewinnerfoto von Axel Plate setzte sich gegen rund 220 Einsendungen durch. Alle drei ausgezeichneten Alleen liegen in Mecklenburg-Vorpommern.
Eine Krimlindenallee auf der Ostseeinsel Rügen ist vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur «Allee des Jahres 2026» gekürt worden. Das Foto von Axel Plate aus Stralsund setzte sich bei dem bundesweiten Wettbewerb gegen rund 220 Einsendungen durch, wie der Verband mitteilte. Die Jury zeigte sich vor allem von der mystischen Stimmung der winterlichen Baumreihe zwischen Garz und Putbus beeindruckt.
«Durch die faszinierende Bildkomposition ist es dem Fotografen gelungen, den Blick der Betrachtenden bis in den hintersten Punkt des eindrucksvollen Tunnels aus Baumkronen zu ziehen», begründete die Jury ihre Entscheidung. Das diesjährige Motto des Wettbewerbs lautete «Alleen bei Wind und Wetter». Neben der technischen Qualität der Aufnahmen spielten vor allem Bildidee, Stimmung und die Darstellung der Baumreihe eine entscheidende Rolle.
Auch der zweite und dritte Platz gingen nach Mecklenburg-Vorpommern. Maria Clauss überzeugte die Jury mit einem Foto einer jungen Birkenallee zwischen Ganzlin und Gnevsdorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Auf den dritten Platz wählte das Gremium René Storchs Aufnahme einer Lindenallee mit dicken Stämmen bei Krummin auf Usedom. «Dass in diesem Jahr alle drei ausgezeichneten Alleen in Mecklenburg-Vorpommern liegen, freut uns natürlich ganz besonders», sagte Bettina Baier, Vorstandschefin des BUND Mecklenburg-Vorpommern.
Der BUND richtet den Fotowettbewerb seit 2008 jährlich aus, jedes Mal unter einem anderen Motto. Damit will die Umweltorganisation auf die Schönheit und Schutzwürdigkeit von Alleen aufmerksam machen. Baumreihen prägten nicht nur seit Jahrhunderten die Landschaft, sondern seien auch Schattenspender und wertvolle Lebensräume für viele Arten, heißt es zur Begründung. Der Wettbewerb lenkt den Blick damit auch auf die ökologische Bedeutung von Alleen als Klimaschützer und Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen.
Die Auszeichnung macht deutlich, wie eng Landschaftspflege und regionale Identität in Mecklenburg-Vorpommern zusammenhängen. Die prämierten Alleen stehen exemplarisch für die charakteristischen Baumreihen der Region, die vielerorts das Bild der Straßen und Wege bestimmen. Der BUND versteht die Aktion als Beitrag dazu, diese Strukturen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und für ihren Erhalt zu werben.
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