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Telefonmuseum Jena öffnet zum 150. Jubiläum des Telefonpatents

Das Telefonmuseum Jena öffnet am Samstag seine Türen für die Öffentlichkeit. Anlass ist das 150-jährige Jubiläum des Telefonpatents von Alexander Graham Bell. Besucher können mehrere Tausend Exponate aus der Geschichte der Telekommunikation sehen und ausprobieren. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Voranmeldung nicht erforderlich.

Das Telefonmuseum in Jena öffnet am Samstag von 10 bis 18 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit. Anlass ist das 150-jährige Jubiläum des Telefonpatents. Normalerweise ist die Ausstellung nur auf Anfrage für Führungen zugänglich. «In diesem Jahr ist 150 Jahre Telefonpatent – und das haben wir zum Anlass genommen, das Museum mal einen ganzen Tag zu öffnen», sagte Bastian Ebert, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Telefon- und Kommunikation Jena, der das Museum betreibt. Der Eintritt ist kostenfrei, Spenden werden jedoch gerne angenommen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Die Ausstellung umfasst mehrere Tausend Exponate aus den vergangenen 150 Jahren. «Wir haben eine relativ große Ausstellung an Geräten aus den letzten 150 Jahren», so Ebert. Zu sehen sind historische Holzgeräte aus der Zeit des Kaiserreichs, Telefone aus den Kriegsjahren sowie moderne Mobiltelefone. Besonders beliebt bei Besuchern ist laut Ebert das «kleinste Handy der Welt», das nur rund vier Zentimeter groß ist und dennoch voll funktionsfähig sein soll. Auch ein Klappenschrank gehört zur Sammlung, an dem demonstriert wird, wie das «Fräulein vom Amt» einst die Verbindungen herstellte.

Die Ursprünge des Museums gehen auf eine private Sammlung zurück, die teilweise mobil ausgestellt wurde. Inzwischen kümmert sich der Verein um die Exponate. Seit 2020 befindet sich das Museum an seinem jetzigen Standort in Jena. Der Tag der offenen Tür richtet sich an Technikbegeisterte und Geschichtsinteressierte. Da es bereits Anfang des Jahres eine «Lange Nacht der Museen» in Jena gab, entschied sich der Verein, anlässlich des Jubiläums gegen Ende des Jahres die Türen für alle zu öffnen.

Das Telefonpatent wurde vor 150 Jahren, am 14. Februar 1876, von Alexander Graham Bell über seinen Anwalt beim US-Patentamt in Washington D.C. eingereicht. Nur wenige Stunden später soll sein Konkurrent Elisha Gray über einen Vertreter eine vorläufige Patentanmeldung für ein ähnliches Konzept eingereicht haben. Im Wettstreit um den Titel «Vater des Telefons» blieb auch der deutsche Erfinder Johann Philipp Reis auf der Strecke, der vor allem in seiner hessischen Heimat als Telefonerfinder gilt. Das Museum in Jena zeigt diese Entwicklungsgeschichte anhand originaler Geräte und lädt zum Ausprobieren ein.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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