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Zeitumstellung 2026: Uhren werden in der Nacht zum 25. Oktober zurückgestellt

In der Nacht zum 25. Oktober 2026 werden die Uhren in Deutschland und den meisten europäischen Ländern von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Die EU-weite Abschaffung der Zeitumstellung ist seit Jahren blockiert, weil sich die Mitgliedstaaten nicht auf eine dauerhafte Zeit einigen können.

In der Nacht zum 25. Oktober 2026 werden in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Damit endet die Sommerzeit, und die Winterzeit gilt wieder. Der Tag verlängert sich um eine Stunde, sodass man eine Stunde länger schlafen kann. In Zeiten digitaler Geräte erfolgt die Umstellung bei Mobiltelefonen und Computern meist automatisch, doch bei analogen Uhren ist Handarbeit gefragt.

Wer sich die Richtung merken will, kann auf einfache Eselsbrücken zurückgreifen. Im Frühling werden die Gartenmöbel vor die Tür gestellt, im Herbst kommen sie zurück in den Schuppen oder die Garage. Auch die Temperaturen helfen: Im Winter gehen sie ins Minus, im Sommer ins Plus. So lässt sich leicht ableiten, dass die Uhr im Herbst zurück- und im Frühling vorgestellt wird.

Die Zeitumstellung ist in der Europäischen Union seit Jahren umstritten. Bereits 2018 hatten sich Millionen von Europäern in einer öffentlichen Konsultation mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Geändert hat sich seitdem nichts, weil sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen konnten, welche Zeit dauerhaft gelten soll. Für die östlichen EU-Länder wäre eine permanente Sommerzeit günstiger, während die westlichen Staaten eher zu einer dauerhaften Winterzeit tendieren. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Sonnenauf- und -untergangszeiten in den Regionen.

In Deutschland werden die Uhren seit 1980 im März vor- und im Oktober zurückgestellt. Diese Praxis geht auf eine Regelung der Europäischen Union zurück, die sich Vorteile für den Binnenmarkt erhoffte. Eine bessere Ausnutzung des Tageslichts sollte Energie sparen und die Wirtschaft ankurbeln. Dieser Effekt blieb jedoch aus oder ließ sich zumindest nicht eindeutig beziffern. Die Idee, durch Zeitumstellung Energie zu sparen, ist deutlich älter: Bereits 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, stellte unter anderem das Deutsche Reich in den helleren Monaten auf Sommerzeit um, um Rohstoffe zu schonen. Innerhalb der EU wurde die Zeitumstellung erst 1996 synchronisiert. Seit jenem Jahr stellen alle Mitgliedstaaten in derselben Nacht die Uhren um. Auch Großbritannien macht trotz Brexit weiter mit.

Für viele Menschen hat die Zeitumstellung Nachteile. Die Umstellung auf die Sommerzeit im Frühjahr empfinden manche als unangenehm, weil plötzlich eine Stunde fehlt. Das frühere Aufstehen macht müde, und es kann einige Tage dauern, bis man den richtigen Rhythmus findet. Im Herbst hingegen bricht die Dunkelheit eine Stunde früher herein, was ebenfalls als abrupt empfunden wird. Auf der anderen Seite schätzen viele die langen, hellen Sommerabende, die besonders im Norden Deutschlands und Europas das Tageslicht bis in den späten Abend hinein verlängern.

Gegen den sogenannten Mini-Jetlag gibt es einfache Strategien. Krankenkassen empfehlen, die Schlaf- und Aufwachzeiten schrittweise anzupassen. In den Tagen vor der Umstellung im Frühjahr sollte man täglich etwa eine Viertelstunde früher zu Bett gehen, im Herbst entsprechend später. Wer tagsüber müde ist, sollte auf den Mittagsschlaf verzichten, um abends leichter einzuschlafen. Tageslicht am Morgen hilft, den Biorhythmus schneller umzustellen.

Nicht überall wird an der Uhr gedreht. Island kennt keine Zeitumstellung, und auch in Russland und Belarus bleiben die Uhren unverändert. Russland hatte die Sommerzeit bereits 2014 abgeschafft. In der EU gilt die Umstellung dagegen weiterhin, obwohl die Diskussion über ihre Abschaffung nicht abgeschlossen ist.

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Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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