Acht weitere Hochschulen steigen in die Exzellenzliga auf
Drei Universitäten und zwei Hochschulverbünde erhalten künftig den Titel «Exzellenzuniversität» und millionenschwere Förderung. Bund und Länder stellen ab dem kommenden Jahr 747 Millionen Euro jährlich bereit.
Deutschland bekommt fünf neue Exzellenzuniversitäten. Wie Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) als stellvertretender Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) bei einer Pressekonferenz in Bonn mitteilten, dürfen künftig drei weitere Universitäten und zwei Hochschulverbünde den prestigeträchtigen Titel tragen. Insgesamt rücken damit acht weitere Hochschulen in die Riege der sogenannten Exzellenzuniversitäten auf.
Zu den neu ausgezeichneten Einzeluniversitäten gehören Freiburg, Jena und Köln. Als Verbünde sind die Rhein-Main-Universitäten in Darmstadt, Mainz und Frankfurt am Main sowie die TU Dortmund und die Universität Bochum unter dem Namen «Ruhr Innovation Lab» neu dabei. Für Einzeluniversitäten bedeutet der Titel bis zu 15 Millionen Euro Fördergeld jährlich, bei Verbünden sind es bis zu 28 Millionen Euro. Die Universität Köln wird nach Angaben aus Nordrhein-Westfalen von Bund und Ländern mit jährlich bis zu 15 Millionen Euro unterstützt.
Bereits seit Längerem werden neun Hochschulen und ein Universitätsverbund als Exzellenzuniversitäten gefördert. Dazu zählen Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe und Tübingen. München ist mit der Technischen Universität und der Ludwig-Maximilians-Universität gleich zweimal vertreten, hinzu kommt ein Verbund der drei Berliner Universitäten FU, HU und TU. Ihre Förderung war im Frühjahr für weitere sieben Jahre verlängert worden. Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen stellen.
Neben der Förderung als Exzellenzuniversität gibt es im Rahmen der sogenannten Exzellenzstrategie noch die Förderung sogenannter Cluster. Dabei geht es um spezielle Forschungsprojekte an einzelnen oder mehreren Hochschulen gemeinsam. Im vergangenen Jahr waren Projekte an 43 Universitäten in 13 Bundesländern für diese Förderung ausgewählt worden. Nur wer eine bestimmte Anzahl Cluster vorweisen kann, hat auch Chancen, Exzellenzuniversität zu werden.
Jährlich stellen Bund und Länder im Rahmen der Exzellenzstrategie 687 Millionen Euro zur Verfügung. Ab dem kommenden Jahr sind es nach Angaben des Bundesforschungsministeriums 747 Millionen Euro. 75 Prozent der Förderung kommen jeweils vom Bund, 25 Prozent vom Land, in dem die Einrichtung ihren Sitz hat. Gestartet wurden die Exzellenzwettbewerbe vor Jahren unter anderem, um den internationalen Ruf und das Image der deutschen Einrichtungen aufzupolieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland insgesamt 421 Hochschulen.
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