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Anklage gegen zwei Iraner wegen mutmaßlicher Terrorpläne gegen jüdische Gemeinde in Manchester

Zwei iranische Staatsangehörige sollen in Nordengland Anschläge auf die jüdische Gemeinde vorbereitet haben. Einer der Männer lebte zuvor fünf Jahre in Deutschland. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Verbindungen in den Iran.

Zwei iranische Staatsangehörige sind in Großbritannien angeklagt worden, weil sie Anschläge auf die jüdische Gemeinde im Raum Manchester vorbereitet haben sollen. Nach Angaben der Metropolitan Police sollen die Männer im Alter von 34 und 36 Jahren Informationen und Komponenten zum Bau von Sprengsätzen beschafft und im Internet nach potenziellen Angriffszielen recherchiert haben. Die beiden waren bereits am 20. September in Manchester festgenommen worden und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der 34-Jährige lebte vor seiner Ankunft in Großbritannien fünf Jahre lang in Deutschland, wo nach Angaben der Nachrichtenagentur PA auch ein Asylantrag gestellt worden sein soll. Mittlerweile leben die beiden Männer in Liverpool und Salford im Norden Englands. Mindestens bis zur nächsten Anhörung am 23. Oktober bleiben sie in Haft. Die Anti-Terror-Polizei ermittelt.

Den Polizeiangaben zufolge standen die Angeklagten in Kontakt mit einem weiteren Mann im Ausland, der sich möglicherweise im Iran aufhält. Die leitende nationale Koordinatorin für Terrorismusbekämpfung, Vicki Evans, sagte, die Nachricht von den mutmaßlichen Anschlagsplänen habe gerade zum Zeitpunkt der Festnahme große Besorgnis ausgelöst. Am Tag der Festnahme begann in diesem Jahr Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag.

Evans erinnerte zudem an den Angriff auf die Synagoge in Heaton Park in Manchester, der sich am Freitag zum ersten Mal jährte. Die Attacke durch einen mutmaßlich islamistischen Angreifer hatte in Großbritannien für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über die wachsende Gefahr antisemitisch motivierter Gewalt ausgelöst.

Mit Blick auf einen weiteren Vorfall nahe der Luftwaffenbasis Fairford sagte Evans, diese Woche hätten auch einige der umfassenderen Bedrohungen, die vom Iran auf das Vereinigte Königreich ausgingen, deutlich im Fokus gestanden. Die Fälle stünden jedoch in keiner Weise miteinander in Verbindung, betonte sie. In der Nacht zum Sonntag waren fünf Männer nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen und werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Die Ermittlungen laufen auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Premierminister Andy Burnham sprach am Mittwoch von einer möglichen Verbindung zum Iran.

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Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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