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Mittwoch, 7. Oktober 2026

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Jahrestag: Als der Horror begann – der 7. Oktober in Bildern

Dritter Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel

Am 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel. Drei Jahre später prägen der Angriff, der Gaza-Krieg und die instabile Lage im Nahen Osten die Region.

Der Angriff der radikalislamischen Palästinensergruppe Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 markiert einen Wendepunkt im Nahen Osten. In den frühen Morgenstunden überwanden die Angreifer zu Land, zu Wasser und aus der Luft die streng gesicherten Grenzen des Landes. 24 Stunden später waren mehr als 1221 Menschen tot und 251 weitere in den Gazastreifen verschleppt. Es ist der schwerste Angriff auf Israel seit der Staatsgründung.

Besonders grausam gingen die Angreifer gegen die Besucherinnen und Besucher des Musikfestivals Supernova in der Wüste Negev vor. Allein dort starben mindestens 370 Menschen, viele wurden vergewaltigt und misshandelt. Fotos und Videos in den sozialen Medien bezeugten den Horror. Der genaue Ablauf des Angriffs lässt sich bis heute nur schwer rekonstruieren. Berichte zeigen jedoch, wie viel in den Geheimdiensten und der Armee schiefgelaufen sein muss, damit die Pläne der Terroristen unbemerkt bleiben konnten. In einer späteren internen Untersuchung heißt es, die Armee habe beim Schutz ihrer Bürger «versagt». Premierminister Benjamin Netanjahu selbst wird vorgeworfen, Vorwarnungen ignoriert zu haben.

Drei Jahre nach dem Überfall kommen die Menschen im Land nicht darüber hinweg. Monate nach der Attacke sagte eine Deutsch-Israelin, die in Tel Aviv lebt, dem stern: «Seit dem 7. Oktober empfinden wir eine konstante Angst.» Der Angriff zog einen desaströsen Krieg im Gazastreifen nach sich. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden dabei mehr als 73.900 Palästinenser in Gaza getötet, viele von ihnen minderjährig. Viele Menschen leiden Hunger, verlieren Angehörige und werden vertrieben.

In der Region sorgt die Situation weiterhin für Unruhe, auch wenn im Oktober 2025 offiziell eine Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft trat. Im Zuge dieses Abkommens wurden die letzten lebenden Geiseln aus dem Gazastreifen freigelassen. Trotzdem gibt es immer wieder tödliche Angriffe Israels auf das Gebiet. Kritikerinnen und Kritiker halten dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vor, er habe den Krieg in erster Linie für seinen eigenen Machterhalt genutzt. Der Krieg spaltet Israel: Hunderttausende demonstrieren gegen den Premier, andere befürworten seinen Kurs der Gewalt.

Auch rund um den Iran eskalierte die bereits angespannte Situation im Februar. Die USA und Israel führen Krieg gegen das Land. Der Iran und seine Verbündeten unternehmen ihrerseits Angriffe in der gesamten Region. Der Krieg stört die Weltwirtschaft empfindlich. Ein Ausweg ist derzeit nicht zu erkennen.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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