Kalenderblatt: Waffenruhe im Gazastreifen und weitere Ereignisse des 10. Oktober
Das Kalenderblatt erinnert an historische Ereignisse des 10. Oktober: die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Jahr 2025, den Gazprom-Sponsoringvertrag mit Schalke 04, die Ermordung von Gerold von Braunmühl, die größte Friedensdemonstration der Bundesrepublik und den Beginn des Endes des kaiserlichen Chinas. Zudem werden Geburts- und Todestage aufgeführt.
Der 10. Oktober steht in diesem Jahr ganz im Zeichen eines historischen Durchbruchs im Nahen Osten: Nach mehr als zwei Jahren Krieg mit Zehntausenden Toten und weitgehender Zerstörung im Gazastreifen tritt zwischen Israel und der Hamas eine Waffenruhe in Kraft. Sie folgt auf einen vereinbarten Friedensplan. Zugleich beginnt eine 72 Stunden lange Frist bis zur Freilassung von lebenden Geiseln. Im Gegenzug will Israel mehr als 2.000 Palästinenser freilassen. Das Kalenderblatt für den 10. Oktober 2026 erinnert an dieses Ereignis aus dem Vorjahr.
Doch der 10. Oktober ist auch der Tag, an dem im Jahr 2006 der russische Gasförderer Gazprom ankündigte, ab dem 1. Januar 2007 als Trikotsponsor beim FC Schalke 04 einzusteigen. Schalke lief bis 2022 mit dem Logo des weltweit größten Gaskonzerns auf. Die Partnerschaft war seinerzeit eine der prominentesten im deutschen Profifußball und verband den Verein über viele Jahre mit dem Energiekonzern.
Ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte jährt sich ebenfalls: 1986 wurde im Bonner Vorort Ippendorf der Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt, Gerold von Braunmühl, von einem RAF-«Kommando Ingrid Schubert» in der Nähe seiner Wohnung auf offener Straße erschossen. Der Mord erschütterte die damalige Bundeshauptstadt und markierte einen Höhepunkt der terroristischen Gewalt der Roten Armee Fraktion.
Fünf Jahre zuvor, 1981, fand in Bonn die bis dahin größte Friedensdemonstration in der Geschichte der Bundesrepublik statt. Zwischen 250.000 und 300.000 Menschen protestierten gegen die Stationierung neuer Nato-Mittelstreckenraketen in Westeuropa. Die Kundgebung war ein Ausdruck der wachsenden Friedensbewegung und prägte die politische Debatte der frühen achtziger Jahre.
Weit über Europa hinaus reicht die historische Bedeutung des 10. Oktober 1911: Mit einem Aufstand in Wuhan begann das Ende des mehr als 2.000 Jahre alten kaiserlichen Chinas. Nach dem Sturz der Qing-Dynastie wurde die erste chinesische Republik gegründet. Der Aufstand von Wuhan gilt als Wendepunkt der chinesischen Geschichte und läutete die moderne Ära des Landes ein.
Neben diesen historischen Daten listet das Kalenderblatt auch Geburtstage auf: Der britische Schauspieler Charles Dance wird 80 Jahre alt. Er ist bekannt aus Produktionen wie «Gosford Park», «Game of Thrones» und «The Crown». Der amerikanische Schauspieler Peter Coyote feiert seinen 85. Geburtstag; zu seinen bekanntesten Filmen zählen «Erin Brockovich», «Bitter Moon» und «E.T. – Der Außerirdische». Der deutsche Jockey und Galoppertrainer Egon Czaplewski wird 95 Jahre alt und blickt auf 31 internationale Siege als Jockey zurück.
Der Schweizer Bildhauer, Maler und Zeichner Alberto Giacometti wurde am 10. Oktober 1901 geboren. Er ist bekannt für seine langgestreckten, ausdrucksstarken Bronzefiguren. Sein Werk «Zeigender Mann» wurde 2015 mit rund 141 Millionen Dollar zur bis dahin teuersten je versteigerten Skulptur. Giacometti starb 1966. An seinem Todestag, dem 10. Oktober 1963, starb zudem die französische Chansonsängerin Édith Piaf, geboren 1915. Sie gilt mit Liedern wie «Non, je ne regrette rien» als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des französischen Chansons.
Das Kalenderblatt erinnert somit an eine Vielzahl von Ereignissen, die Politik, Kultur und Gesellschaft über Länder und Epochen hinweg geprägt haben. Der 10. Oktober vereint Momente des Aufbruchs, des Schmerzes und des kulturellen Vermächtnisses.
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