Lufthansa-Flug nach Lissabon wegen brennender Powerbank in Lyon umgeleitet
Ein brennender Akku hat einen Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon zu einem ungeplanten Zwischenstopp in Lyon gezwungen. Die fast 200 Passagiere mussten die Nacht in Frankreich verbringen.
Ein brennender Akku hat einen Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon zu einem ungeplanten Zwischenstopp gezwungen. Die Maschine mit fast 200 Passagieren an Bord musste am Samstag in Lyon landen, nachdem an Bord eine Powerbank Feuer gefangen hatte. Die Crew reagierte nach Angaben aus dem Umfeld des Vorfalls unmittelbar und brachte das Gerät unter Kontrolle.
Für die Reisenden endete der Flug damit vorerst in Frankreich. Sie mussten die Nacht in Lyon verbringen und setzten ihre Reise erst am folgenden Tag fort. Damit wachten die Fluggäste in einem anderen Land auf als geplant — statt in der portugiesischen Hauptstadt verbrachten sie die Nacht in der französischen Metropole.
Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl von Zwischenfällen mit Lithium-Ionen-Akkus im Luftverkehr ein. Powerbanks und Ersatzakkus gelten seit Jahren als besondere Gefahrenquelle an Bord, weil sie bei Kurzschluss oder Überhitzung Feuer fangen können. Die internationalen Luftfahrtbehörden und die meisten Airlines erlauben Lithium-Ionen-Akkus im Handgepäck nur unter Auflagen; im aufgegebenen Gepäck sind sie grundsätzlich verboten.
Die Besatzungen sind für den Umgang mit brennenden Akkus geschult. An Bord befinden sich in der Regel spezielle Behältnisse und Löschmittel, mit denen ein Akkubrand eingedämmt werden kann. Im aktuellen Fall griff die Crew nach dem Ausbruch des Feuers sofort ein, sodass die Maschine kontrolliert nach Lyon umgeleitet werden konnte.
Lufthansa hat sich zu dem konkreten Vorfall zunächst nicht im Detail geäußert. Unklar blieb zunächst, ob die Airline den Zwischenfall als meldepflichtigen Sicherheitsvorfall einstuft und ob Ermittlungen zur Ursache der Überhitzung aufgenommen wurden. Auch zur Frage, ob die Passagiere eine Entschädigung erhalten, gab es zunächst keine Angaben.
Der Zwischenfall dürfte die Debatte über den Umgang mit tragbaren Akkus an Bord weiter befeuern. Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden verweisen seit Jahren auf die Risiken, die von preiswerten oder beschädigten Powerbanks ausgehen. Reisenden wird empfohlen, Geräte mit sichtbaren Schäden, aufgeblähten Zellen oder fehlenden Sicherheitskennzeichnungen nicht mitzuführen und Akkus während des Flugs nicht unbeaufsichtigt zu laden.
Für die betroffenen Passagiere des Flugs nach Lissabon bleibt der Vorfall vor allem eine verlorene Nacht. Die Maschine erreichte ihr Ziel erst mit erheblicher Verspätung, nachdem die Crew in Lyon die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen hatte.
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