Mutmaßlicher IS-Anhänger plante Anschlag auf Bremer Kirche
Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen 24-jährigen Iraker, der in Brandenburg festgenommen wurde. Er soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgekundschaftet und eine Schusswaffe beschafft haben.
Ein 24-jähriger Iraker ist in Brandenburg festgenommen worden, weil er einen Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben soll. Nach Angaben der Ermittler hatte er das Gotteshaus bereits ausgekundschaftet und eine Schusswaffe beschafft. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm mehrere schwere Straftaten vor, darunter die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Der Mann soll Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sein. Nach Erkenntnissen der Behörden verfolgte er das Ziel, im Namen der Gruppe Anschläge gegen sogenannte Ungläubige zu verüben. Die Bremer Kirche war demnach als erstes Ziel vorgesehen. Die Festnahme erfolgte in Brandenburg, wo der Beschuldigte offenbar lebte. Weitere Einzelheiten zu seinem Aufenthaltsort und zu möglichen Mittätern machten die Ermittler zunächst nicht öffentlich.
Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen, da der Fall den Verdacht einer islamistisch motivierten Terrorstraftat begründet. Der 24-Jährige soll nicht nur den Anschlag vorbereitet, sondern auch versucht haben, eine islamistische Terrorgruppe zu gründen. Damit reiht sich der Fall in eine Reihe von Verfahren ein, in denen mutmaßliche IS-Anhänger in Deutschland Anschläge planen. Die Behörden prüfen derzeit, ob es weitere Kontakte oder Unterstützer gab.
Die Sicherheitsbehörden in Bremen und Brandenburg stehen in engem Austausch. Kirchen und andere öffentliche Einrichtungen gelten seit Jahren als mögliche Ziele islamistischer Gewalt. Der Fall zeigt erneut, wie wichtig die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern ist. Ob der Beschuldigte bereits vor der Festnahme aufgefallen war, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.




