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Donnerstag, 8. Oktober 2026

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Ukraine-Krieg: Russischer Dauerangriff fordert viele Opfer

Russischer Großangriff auf Ukraine fordert mindestens 25 Tote

Bei einem massiven russischen Angriff mit Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern sind in der Ukraine mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Besonders betroffen ist die Stadt Pryluky, wo ein Wohnblock getroffen wurde. Im Schwarzen Meer geriet ein Öltanker nach einem Drohnenangriff in Brand.

Bei einem massiven russischen Angriff auf Städte in der gesamten Ukraine sind in der Nacht mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Unter den Toten sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf Kinder. Das russische Militär setzte bei dem Großangriff einen Mix aus Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ein.

Die schwersten Verluste wurden aus der Stadt Pryluky gemeldet, rund 120 Kilometer östlich von Kiew. Dort wurden nach Selenskyjs Angaben mindestens 18 Menschen getötet und 55 weitere verletzt. Unter den Todesopfern sind vier Kinder, fünf Kinder wurden verletzt. Ein fünfstöckiger Wohnblock wurde getroffen, unter den Trümmern werden noch Verschüttete vermutet.

In Krementschuk wurden nach einem russischen Drohnenangriff 34 Verletzte gemeldet. In der zentralukrainischen Oblast Kirowohrad starben zwei Menschen bei einem Angriff auf einen nicht näher beschriebenen Betrieb, drei weitere wurden verletzt. Auch die Hauptstadt Kiew wurde in den frühen Morgenstunden erneut attackiert. Reporter berichteten von mindestens zehn bis zwölf Explosionen in der Innenstadt. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete Angriffe auf Gebäude im Bezirk Obolonskyj und auf Lagerhallen im Bezirk Podilskyj. Über Schäden war zunächst nichts bekannt.

Bereits am Abend war die nordostukrainische Großstadt Sumy Ziel eines Drohnenangriffs. Nach Angaben des Bürgermeisters gab es einen Toten und mehrere Verletzte. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel, insbesondere bei Systemen zur Bekämpfung ballistischer Raketen. Russland setzt zudem neuartige Drohnen ein, gegen die die Ukraine noch keine wirksame Abwehrstrategie entwickelt hat.

Selenskyj kommentierte den Angriff mit scharfen Worten gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte. Putin habe sich die Tötung von Kindern und Menschen zum Geschenk gemacht, sagte Selenskyj. Der ukrainische Generalstab veröffentlichte aus Anlass von Putins Geburtstag neue Zahlen zu den russischen Verlusten seit Beginn des Krieges.

Im Schwarzen Meer geriet unterdessen ein Öltanker nach einem Angriff in Brand. Nach Angaben des russischen Verkehrsministeriums wurde der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker «Aframax Rio» von einem unbemannten Schiff attackiert. Die 23-köpfige Besatzung, ausschließlich indische Staatsangehörige, wurde gerettet. Niemand wurde verletzt. Die Strände im Süden der russischen Region Krasnodar wurden für die Öffentlichkeit gesperrt. Vor der Küste von Sotschi brannte Rohöl offen auf dem Wasser. Wegen des Ausmaßes konnten die Einsatzkräfte den Brand zunächst nicht löschen. In Onlinediensten verbreiteten sich Videos und Fotos, die Teile der 500.000-Einwohner-Stadt Sotschi in Rauch gehüllt zeigten, dazu orange lodernde Flammen auf dem Meer und eine dichte, schwarze Rauchsäule.

Die russischen Angriffe auf ukrainische Städte und Ballungszentren haben zuletzt deutlich zugenommen. Das russische Militär nutzt dabei Schwächen in der ukrainischen Luftverteidigung aus. Die Lage bleibt angespannt, weitere Angriffe werden nicht ausgeschlossen.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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