Russisches Kampfflugzeug stürzt in Kaliningrad ab
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist bei einem Übungsflug in der Ostsee-Exklave Kaliningrad abgestürzt. Die Besatzung konnte sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit dem Schleudersitz retten. Das Flugzeug hatte keine Munition an Bord und stürzte in unbewohntem Gebiet ab.
In der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad ist ein Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 abgestürzt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit, wie mehrere russische Nachrichtenagenturen berichteten. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich demnach mit dem Schleudersitz aus der Maschine retten. Lebensgefahr bestehe nicht, hieß es weiter.
Der Absturz ereignete sich nach Angaben der Behörden in unbewohntem Gebiet. Das Flugzeug habe keine Munition an Bord gehabt. Der Vorfall habe sich während eines Übungsflugs zugetragen. Zur möglichen Ursache machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten, zeigten einen Feuerball am Himmel über der Region.
Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann. Russland setzt Maschinen dieses Typs auch im Angriffskrieg gegen die Ukraine ein. Die baltischen Staaten und Polen beklagen immer wieder Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Moskau verweist in solchen Fällen auf planmäßige Übungsflüge.
Abstürze russischer Militärmaschinen bei Übungen kommen immer wieder vor. Mitunter kommt dabei auch die Besatzung ums Leben. Der aktuelle Vorfall in Kaliningrad endete für die Insassen glimpflich. Die Region ist als militärischer Standort von strategischer Bedeutung für Russland, da sie zwischen Polen und Litauen an die Ostsee grenzt.
Die Behörden haben bislang keine weiteren Einzelheiten zum Hergang oder zu den Umständen des Absturzes veröffentlicht. Ob technisches Versagen, ein Pilotenfehler oder eine andere Ursache vorliegt, ist unklar. Die Untersuchungen dauern an.
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