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Sonntag, 25. Oktober 2026

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Deutsche Stabsoffiziere und Tankflugzeuge für Ukraine-Übung

Deutschland beteiligt sich mit Stabsoffizieren an Ukraine-Übung der Koalition der Willigen

Die Bundeswehr entsendet rund zehn Stabsoffiziere sowie Tankflugzeuge zum ersten Manöver der multinationalen Truppe, die einen möglichen Waffenstillstand mit Russland absichern soll.

Die Bundeswehr wird sich mit rund zehn Stabsoffizieren, Tankflugzeugen und Logistik am ersten Militärmanöver der «Koalition der Willigen» zur Unterstützung der Ukraine beteiligen. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Übung soll im November in Polen, im Luftraum über Rumänien und im westlichen Schwarzen Meer stattfinden.

Deutschland nehme als «Zeichen der Geschlossenheit mit unseren Partnern» an dem Manöver teil. Bei der Übung wird erstmals die Einsatzfähigkeit der multinationalen Truppe der Ukraine-Verbündeten getestet. Diese Truppe wird derzeit unter Führung Frankreichs und Großbritanniens aufgebaut, um einen möglichen Waffenstillstand mit Russland abzusichern. Der Koalition gehören insgesamt etwa 35 Staaten an.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums stellt die Bundeswehr neben den Stabsoffizieren «bis zu zwei» Transportflugzeuge vom Typ A400M zur Luftbetankung zur Verfügung. Die Übung trägt den polnischen Namen «Koalicja 2026», übersetzt Koalition 2026. Die Flugzeuge sollen von Deutschland aus operieren. Zudem werde die Verlegung von Truppen durch Deutschland in das Übungsgebiet mit «logistischen Leistungen» unterstützt.

Die Bildung der Truppe war im Dezember 2025 bei einem Ukraine-Gipfel in Berlin beschlossen worden. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte sie Mitte Juli für einsatzfähig erklärt und zugleich überraschend erste Manöver in den Nachbarländern der von Russland angegriffenen Ukraine noch für den Herbst angekündigt. Die Manöver sollten zeigen, «dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind – zu Land, in der Luft und zur See», sagte Macron damals.

Deutschland hatte sich nach anfänglichem Zögern zur Teilnahme bereit erklärt. Dies sagt jedoch noch nichts darüber aus, wie der deutsche Beitrag zur multinationalen Truppe letztlich aussehen wird. Über Art und Umfang entscheiden nach Aussage von Kanzler Merz im Juli ebenfalls die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag.

Wie viele Soldaten insgesamt an dem Manöver teilnehmen, ist weiterhin unklar. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting hatte Mitte Oktober bei einem Besuch in Washington von «Tausenden Soldaten» gesprochen. Die britische Zeitung «Times» nannte wenige Tage zuvor die Zahl von insgesamt 1.500 französischen, britischen und deutschen Soldaten, die neben polnischen Truppen an dem Manöver teilnehmen sollen. Eine Bestätigung dafür gibt es bisher nicht.

Die Einbindung der Bundeswehr in ein Manöver mit Partnern in Nachbarländern der Ukraine markiert damit einen Schritt, dessen konkrete Dimension erst mit den Teilnehmerzahlen und dem Verlauf der Übung im November greifbar wird. Bis dahin bleibt offen, welche Rolle Deutschland in der künftigen Absicherung eines Waffenstillstands tatsächlich übernehmen wird.

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Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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