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Sonntag, 4. Oktober 2026

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Christian Würtz als Bischof von Eichstätt eingeführt

Der bisherige Freiburger Weihbischof Christian Würtz hat sein Amt als Bischof von Eichstätt angetreten. In seiner Predigt rief er dazu auf, Sorgen nicht das letzte Wort sein zu lassen. Der 55-Jährige ist derzeit Deutschlands jüngster Diözesanbischof.

Christian Würtz hat sein Amt als Bischof von Eichstätt offiziell angetreten. In einem feierlichen Gottesdienst im voll besetzten, frisch renovierten Dom überreichte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, die päpstliche Ernennungsurkunde. Anschließend erhielt Würtz von seinem Amtsvorgänger Gregor Maria Hanke das Rationale, einen besonderen Schulterschmuck, den nach Angaben der Diözese heute nur noch die Erzbischöfe von Krakau und Paderborn sowie die Bischöfe von Nancy-Toul und Eichstätt tragen dürfen.

In seiner Predigt sagte Würtz, es gebe derzeit genug Grund zur Sorge für die Menschen. «Aber die Sorgen dürfen nicht das letzte Wort haben.» Seit seiner Ernennung habe er erfahren dürfen, dass es im Bistum Eichstätt viele Menschen gebe, die sich um Frieden bemühten — durchs Gebet und durch ihr aktives Tun. Er wolle die Menschen einladen, die Diözese weiterhin zu einem Ort zu machen, an dem sich der Friede ausbreite.

Der 55-jährige Würtz war bislang Weihbischof in Freiburg und ist aktuell Deutschlands jüngster Diözesanbischof. Der Bischof von Fulda, Michael Gerber, der als stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nach Eichstätt gekommen war, nannte das Alter «gute Voraussetzungen für viele segensreiche Jahre hier im Bistum Eichstätt». Gerber verwies zudem auf die gemeinsame badische Herkunft: «Diese Prägung und die Verbundenheit mit der Heimat am Oberrhein werden uns ein Leben lang begleiten.»

Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl betonte zu Beginn des Gottesdienstes die einigende Kraft des Bischofsamts. Ein Bischof arbeite nicht im Geiste dieser oder jener «kirchenpolitischen Agenda» oder für eine bestimmte Gruppe. Es sei seine Aufgabe, Brücken zu bauen — in der Diözese und in der weltweiten Kirche. An dem Gottesdienst nahmen auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) teil.

Bekannte und festliche Kirchenlieder wie «Großer Gott, wir loben Dich», Weihrauch, ein frisch renovierter und voll besetzter Dom sowie Applaus der Gläubigen prägten den Nachmittag. Die katholische Kirche wirkte in Eichstätt an diesem Tag so, als sei sie nicht von Mitgliederschwund und Reformdebatten gebeutelt.

Hanke hatte sein Amt im Juni 2025 abgegeben. Im vergangenen Juli ernannte Papst Leo XIV. Würtz zum neuen Bischof. Würtz war zuvor seit 2019 Weihbischof von Freiburg und hat in Jura und Theologie promoviert. Er ist nun der 83. Bischof von Eichstätt; die Diözese wurde im achten Jahrhundert vom heiligen Willibald gegründet.

Eichstätt ist gemessen an der Zahl der Katholikinnen und Katholiken das kleinste bayerische Bistum mit 334.517 Mitgliedern (Stand: 2025). Die Diözese liegt zentral im Freistaat und umfasst viele ländliche Gebiete, aber auch den Nürnberger Süden und die Industriestadt Ingolstadt.

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Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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