Bayern-Frauen kommen gegen Real Madrid nur zu einem 2:2
Der deutsche Meister FC Bayern hat in der Champions League im zweiten Heimspiel gegen Real Madrid nur 2:2 gespielt und damit wichtige Punkte im Rennen um die direkte Viertelfinal-Qualifikation liegen lassen.
Die Fußballerinnen des FC Bayern haben in der Champions League den zweiten Dämpfer im eigenen Stadion kassiert. Gegen Real Madrid kamen die Münchnerinnen im Sportpark Unterhaching nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus. Der deutsche Meister verlor damit Punkte im Kampf um einen der ersten vier Tabellenplätze, die zum direkten Einzug ins Viertelfinale berechtigen. Die Partie war für die Bayern-Frauen nach dem 2:2 zum Auftakt gegen Manchester City und dem 3:0 bei Benfica Lissabon die dritte Begegnung der Gruppenphase und das zweite Heimspiel dieses Wettbewerbs.
Die Partie begann für die Gastgeberinnen denkbar schlecht. Real-Kapitänin Athenea traf in der 7. Minute nach einer Vorlage von Linda Caicedo, die auf der linken Seite immer wieder für Gefahr sorgte. Wenig später folgte der nächste Rückschlag: Arianna Caruso brachte einen Freistoß in den Strafraum, nach einer Kopfballstafette drückte die frühere Bayern-Spielerin Lineth Beerensteyn den Ball in der 22. Minute über die Linie. Die Gäste lagen damit schnell mit 2:0 vorn, und die 6.239 Zuschauer sahen eine Mannschaft, die von der Offensivkraft der Madriderinnen überrumpelt wirkte. Bei herbstlich frischen Abendtemperaturen wurden die favorisierten Münchnerinnen früh kalt erwischt. „Wir waren ein bisschen überrumpelt von deren Offensivpower“, sagte Giulia Gwinn im ZDF. Die Nationalmannschaftskapitänin fehlte wegen einer Sprunggelenksverletzung, und gerade auf ihrer Abwehrseite war Real meist gefährlich.
Die Münchnerinnen zeigten sich vor der Pause jedoch zurückgekämpft. Offensiv setzten sie vor allem auf DFB-Stürmerin Klara Bühl, die bei der Wahl zum Ballon d'Or Zwölfte geworden war. Über links drängte sie immer wieder in den Strafraum, ihre Pässe fanden zunächst jedoch keine Abnehmerin. Besser funktionierte es beim Eckball nach einer halben Stunde, als Bühl den Kopf von Edna Imade fand und diese in der 31. Minute den umjubelten Anschlusstreffer erzielte. In der Halbzeit sagte Gwinn, das zweite Tor sollte früh fallen, damit man auf den Sieg spielen könne. Kurz nach Wiederbeginn belohnte Momoko Tanikawa (52.) ihr Team mit dem Ausgleich: Einen Schuss von Linda Dallmann konnte Ex-Nationalspielerin Merle Frohms im Real-Tor zunächst noch parieren, den Abpraller schlenzte Tanikawa sehenswert ins Netz.
Mehr gelang den Bayern-Frauen nicht. Die Münchnerinnen machten im Spielaufbau zu viele Fehler, und in der Nachspielzeit scheiterte die erst 19 Jahre alte Sophie Proost am Pfosten. Vor dem Anpfiff hatte es eine Schweigeminute wegen des schweren Zugunglücks in Spanien gegeben. Für die Bayern-Frauen ist das Remis Teil einer wechselhaften Königsklassen-Saison. Bayern bleibt Tabellenführer der Bundesliga, im Kampf um die direkte Viertelfinal-Qualifikation hat der Verlust von zwei Punkten im eigenen Stadion jedoch an Gewicht gewonnen. Die Mannschaft muss sich im Abschluss und im Aufbau steigern, wenn sie die Gruppenphase mit einem der vorderen Plätze beenden will.
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