DEB erwägt Rückgabe der Eishockey-WM 2027 nach Zulassung Russlands
Nach einem Urteil des Cas dürfen russische Teams wieder an internationalen Turnieren teilnehmen. Der Deutsche Eishockey-Bund prüft deshalb, die Heim-WM 2027 zurückzugeben, und hofft auf Unterstützung aus der Politik.
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) steht nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs Cas unter Druck. Das Gericht hat den Weg dafür freigemacht, dass russische Mannschaften wieder an internationalen Turnieren teilnehmen dürfen. Für den Verband in Deutschland hat das unmittelbare Folgen: Man erwägt inzwischen, die Eishockey-Weltmeisterschaft 2027, die in Deutschland ausgetragen werden soll, zurückzugeben.
Nach Darstellung mehrerer Berichte wäre rein theoretisch denkbar, dass das russische Team bei der Weltmeisterschaft in Deutschland mitspielt. Praktisch aber sehen sich die Verantwortlichen mit offenen Fragen konfrontiert, die sich nach Einschätzung des Verbands kaum im Alleingang klären lassen. Der DEB wendet sich deshalb hilfesuchend an die Politik, um Rückendeckung und Lösungswege zu erhalten.
Die Diskussion berührt das Verhältnis von Sport und Politik, das seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine besonders angespannt ist. Nach dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 hatten viele internationale Verbände Russland und Belarus von Wettbewerben ausgeschlossen. Der Cas ist das oberste Sportgericht, dessen Entscheidungen Verbände in der Regel binden. Mit dem aktuellen Urteil wird diese Ausschlusslinie nun infrage gestellt.
Ob und wie der Deutsche Eishockey-Bund die Ausrichtung der Weltmeisterschaft aufgibt oder beibehält, ist derzeit offen. Die vorliegenden Berichte nennen keine konkreten Stellungnahmen einzelner Politiker oder Funktionäre, weshalb sich der weitere Verlauf noch nicht absehen lässt.
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