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Fußball: Eintracht erlöst - 1:0 gegen Köln erster Heimsieg seit März

Eintracht Frankfurt feiert ersten Heimsieg seit März

Eintracht Frankfurt hat mit einem 1:0 gegen den 1. FC Köln den ersten Bundesliga-Heimsieg seit über sieben Monaten gefeiert. Younes Ebnoutalib erzielte in der 77. Minute das entscheidende Tor.

Eintracht Frankfurt hat die lange Heimflaute beendet und erstmals seit über sieben Monaten wieder ein Bundesliga-Heimspiel gewonnen. Zum Auftakt des sechsten Spieltags setzte sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter mit 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Younes Ebnoutalib in der 77. Minute nach einer sehenswerten Vorlage von Noel Aseko. Vor 59.600 Zuschauern im Frankfurter Stadion war es der erste Heimsieg seit März.

Der 23 Jahre alte Ebnoutalib, der zu Jahresbeginn von der SV Elversberg gekommen war und inzwischen von Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nationalmannschaft nominiert wurde, krönte eine engagierte Leistung der Gastgeber. Sechs Tage nach der peinlichen 0:6-Niederlage bei RB Leipzig gelang der Eintracht damit eine schnelle Wiedergutmachung. Besonders im Fokus stand Kapitän Robin Koch, den Hütter in Leipzig nach einer Halbzeit ausgewechselt hatte. Vor dem Anpfiff hatte der Trainer bei Sky klargestellt: «Er ist 30 Jahre alt, er hat schon viele Spiele absolviert, ist hier ein Schlüsselspieler, Kapitän – deswegen kann man auch von einem Kapitän ein bisschen mehr verlangen.» Koch blieb Kapitän und hatte in der zwölften Minute Glück, als er Nationalspieler Saïd El Mala nur mit einem Foul stoppte und Schiedsrichter Benjamin Brand bei einer Ermahnung beließ.

Die Kölner, die zuvor mit 2:1 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen hatten, verpassten den nächsten Achtungserfolg. Spätestens ab der Halbzeit spielten sie auf einen Punktgewinn und hielten die Partie lange offen. Doch die Eintracht war über weite Strecken tonangebend. Bereits in der dritten Minute vergab Ebnoutalib eine erste Chance, ehe Farès Chaïbi in der neunten Minute scheiterte. Immer wieder war Kölns Torhüter Marvin Schwäbe gefordert, der mehrfach stark parierte. Auf der Gegenseite zeichnete sich Frankfurts Schlussmann Noah Atubolu aus, der sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte und bereits nach 40 Sekunden einen Schuss von Marius Bülter entschärfte. Der 24-Jährige, im Sommer vom SC Freiburg gekommen, zeigte starke Strafraumbeherrschung und vereitelte eine weitere Chance von Bülter nach einer guten halben Stunde.

In der ersten Halbzeit blieb Ex-Weltmeister Mario Götze, der im Zentrum den Vorzug vor dem zuletzt schwachen Aseko erhielt, weitgehend unauffällig. Hütter begründete die Entscheidung vor dem Spiel: «Mit Mario haben wir einen Spieler, der sehr erfahren ist und uns in dieser Situation auch guttut.» Überraschend verzichtete der Österreicher in der Startelf auf den torgefährlichen Can Uzun. Nach der Pause kam Ebnoutalib per Kopfball aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch die Flanke von Keita Kosugi war einen Tick zu hoch. Kurz darauf blockte Joel Schmied einen weiteren Versuch des Stürmers. Als Lilian Brassier und Chaïbi jeweils per Kopf am starken Schwäbe scheiterten, war die Frankfurter Führung überfällig.

Köln wahrte jedoch bis zum Schluss die Stabilität und wollte den einen Punkt unbedingt mitnehmen. Erst in der 77. Minute gelang Aseko ein kleiner Geniestreich, den Ebnoutalib mit dem Siegtor vollendete. Für die Eintracht ist der Erfolg nicht nur mit Blick auf die Tabelle eine Menge wert. Nach dem Debakel in Leipzig und der langen Durststrecke im eigenen Stadion sorgte der späte Treffer für spürbare Erleichterung bei Mannschaft und Anhängern. Die Kölner hingegen mussten nach dem Derbyerfolg den nächsten Schritt verpassen und reisen ohne Zählbares zurück.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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