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Donnerstag, 1. Oktober 2026

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Klopp verteidigt Kimmich und Nmecha mit Ballett-Vergleich

Bundestrainer Jürgen Klopp fordert nach dem Fehlstart in der Nations League Geduld mit seinen Spielern und warnt vor vorschnellen Urteilen über das zentrale Mittelfeld.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat die Kritik an Joshua Kimmich und Felix Nmecha nach dem 0:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland in der Nations League zurückgewiesen. Mit einem ungewöhnlichen Vergleich forderte er vor dem dritten Länderspiel unter seiner Leitung gegen Serbien am Abend in München mehr Zeit für die Entwicklung seiner Mannschaft.

«Wenn man ein Ballett zusammenstellt, nicht dass wir ein Ballett wären, aber wenn man eins zusammenstellt und nach vier Tagen sollen die auftreten, rennen die sich über den Haufen. Das haben wir nicht getan, um das mal klarzustellen», sagte der Bundestrainer. Er reagierte damit auf die Frage nach der Qualität des Zusammenspiels von Kimmich und Nmecha im Zentrum.

Nach der Niederlage gegen Griechenland war vor allem das defensive Mittelfeld in die Kritik geraten. Nmecha hatte vor dem Gegentor einen Zweikampf vermieden, Kimmich fälschte den Ball unglücklich ab. Klopp stellte jedoch klar, dass beide im 4-3-3-System nicht als klassische Doppelsechs agieren: Kimmich spielt deutlich defensiver, Nmecha agiert davor.

Der 59-Jährige warnte generell davor, die Nationalspieler während des Neuanfangs nach der WM-Enttäuschung zu schnell zu bewerten. «Ich bin seit 25 Jahren im Fußball und nach fünf Tagen hat in meinem ganzen Leben noch keine Doppelsechs funktioniert. Das geht nicht, das hat mit den Jungs gar nichts zu tun, null», sagte Klopp. «Geduld in dem Prozess bedeutet auch, dass wir Spieler nicht sofort bewerten.»

Klopp betonte, dass die öffentliche Aufmerksamkeit den Prozess nicht beschleunige. «Es gibt ein paar Dinge, die jeder Spieler absolut in absehbarer Zeit auf der Festplatte haben muss, um eine glückliche Zukunft in dieser Mannschaft zu haben», sagte er. Von diesem Zeitpunkt sei man aber noch weit entfernt.

Die DFB-Elf müsse sich auf die eigenen Fortschritte konzentrieren. «Es ist wirklich wurscht, wirklich wurscht, was die anderen machen. Wir werden eine Mannschaft bauen, die allen anderen Probleme bereiten kann. Und das ist der Anfang», sagte Klopp. Man habe den Niederlanden (1:1) und Griechenland (0:1) auch ohne Sieg schon Probleme bereitet. «Die Ergebnisse stören, aber das ist nur ein Moment, dann ist das wieder weg», so Klopp. Bezogen auf das Ballett schaue man sich dieses ein halbes Jahr später wieder an, «dann sagt man, das ist wundervoll».

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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