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Fußball-Bundesliga: Nkunku-Hattrick: Leipzig demontiert Frankfurt

Nkunku-Hattrick: Leipzig demontiert Frankfurt mit 6:0

RB Leipzig beendet seinen Fehlstart mit einem 6:0-Kantersieg gegen Eintracht Frankfurt. Christopher Nkunku erzielt den ersten Bundesliga-Hattrick der Leipziger Vereinsgeschichte und verschafft Trainer Martin Demichelis Luft. Frankfurt rutscht unterdessen in die Krise.

RB Leipzig hat mit einem 6:0 (4:0) gegen Eintracht Frankfurt ein deutliches Zeichen gesetzt und seinen schwachen Saisonstart korrigiert. Christopher Nkunku erzielte dabei den ersten Bundesliga-Hattrick der Leipziger Vereinsgeschichte und sorgte für Erleichterung bei Trainer Martin Demichelis, der zuvor unter Druck gestanden hatte. Durch den Sieg im Abendspiel kletterten die Sachsen auf Platz fünf der Tabelle, während die Eintracht als 13. hinter den Erwartungen zurückbleibt und langsam in eine Krise rutscht.

Die Partie war bereits nach wenigen Minuten entschieden. Ezechiel Banzuzi traf nach 46 Sekunden völlig frei am zweiten Pfosten nach einer Flanke von Neil El Aynaoui. Nur vier Minuten später bediente Antonio Nusa den mitgelaufenen Nkunku, der zum 2:0 einschob. Nkunku komplettierte seinen Hattrick noch vor der Pause mit Treffern in der 41. und 44. Minute, beide Male profitierte er von Abwehraktionen des Frankfurter Torhüters Noah Atubolo. Antonio Nusa (54.) und Tidiam Gomis (89.) erhöhten schließlich auf 6:0 vor 47.800 Zuschauern.

Für Leipzig ist der Sieg ein Befreiungsschlag. Nach nur zwei Siegen aus den ersten vier Spielen war der Druck auf Demichelis gewachsen, zumal unter der Woche bereits über eine mögliche Rückkehr von Julian Nagelsmann spekuliert wurde. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer sagte nach dem Spiel, man sei «super happy», betonte aber auch: «Bei den Ansprüchen des Clubs ist immer Druck da. Von daher stehen wir alle unter Beobachtung.» Nkunku selbst erklärte zu seiner Leistung: «Wir haben zusammen gearbeitet, offensiv wie defensiv. Nicht einfach. Man muss am richtigen Ort zur richtigen Zeit stehen.»

Frankfurt hingegen enttäuschte auf ganzer Linie. Die Rückkehr von Trainer Adi Hütter, der in der Halbzeit auf eine Viererkette umstellte und Elias Baum sowie Younes Ebnoutalib einwechselte, blieb ohne Wirkung. Zwar kam die Eintracht nach gut 20 Minuten besser ins Spiel und hatte durch Ritsu Doan (31.), Ansgar Knauff und Jonathan Burkhardt (je 38.) Chancen, doch Leipzigs Torhüter Marten Vandevoordt parierte dreimal stark. Als Frankfurt dem Anschlusstreffer nahe war, schlug Nkunku erneut zu und nahm den Gästen jede Hoffnung.

Leipzig kann nun mit breiter Brust in die Champions League am Dienstag gegen Eindhoven gehen. Demichelis nahm Nusa und Nkunku nach etwa einer Stunde vom Platz, um sie für die kommende Aufgabe zu schonen. Die Gerüchte um eine Trainerablösung dürften vorerst an Fahrt verlieren. Für Frankfurt hingegen wird die Lage zunehmend prekär: Nach vier Spielen mit Treffern in den ersten zehn Minuten blieb die Eintracht diesmal über die gesamte Spielzeit harmlos und wartet weiter auf eine Trendwende.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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