Schrempf traut deutschen Basketballerinnen bei Heim-WM Medaille zu
Detlef Schrempf reist extra aus Seattle nach Berlin und traut den deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM den Gewinn einer Medaille zu. Der frühere NBA-Star sieht vor allem die WNBA-Spielerinnen als Schlüssel zum Erfolg.
Detlef Schrempf traut den deutschen Basketballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Berlin den Gewinn einer Medaille zu. Der frühere NBA-Profi ist eigens für das Turnier aus seiner Wahlheimat Seattle in die deutsche Hauptstadt gereist und zeigte sich vor dem Auftakt begeistert von der Entwicklung des Frauen-Basketballs in Deutschland. „Die werden immer besser und besser. Das ist schön zu sehen“, sagte der 63-Jährige in Berlin. „Wenn sie gut spielen und keine Verletzungen haben, dann haben sie eine Chance, eine WM-Medaille zu gewinnen.“
Besonders großes Vertrauen setzt Schrempf in jene Spielerinnen, die in der nordamerikanischen Profiliga WNBA aktiv sind. Diese könnten den Unterschied machen, betonte der gebürtige Leverkusener. Er werde eine Woche in Berlin bleiben und das Team um die Topspielerinnen Leonie Fiebich und Nyara Sabally unterstützen. Zugleich hofft die Basketball-Ikone auf ein lautstarkes Publikum: Die Fans in der Hauptstadt sollten schon vom ersten Spiel an „ordentlich Stimmung“ machen und die Mannschaft zum Erfolg „tragen“.
Die deutsche Auswahl von Bundestrainer Olaf Lange startet am Freitag um 17.45 Uhr in der Berliner Uber Arena in das Turnier. Gegner ist Vize-Europameister Spanien, das zu den Mitfavoriten zählt. Die Partie gilt als Schlüsselspiel im Kampf um den Gruppensieg. Weitere Vorrundengegner des Deutschen Basketball Bundes sind am Samstag Japan und am Montag Mali. Der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale, während der Zweite und Dritte über Play-ins die letzten Tickets für die Runde der letzten Acht ausspielen.
Das Interesse an der Weltmeisterschaft in Berlin ist außergewöhnlich groß. Bereits rund 200.000 Eintrittskarten sind verkauft worden – so viele wie bei keiner Frauen-WM zuvor. Die Nachfrage unterstreicht die wachsende Popularität des Frauen-Basketballs in Deutschland und Europa.
Schrempf, der mit seiner Familie in Seattle lebt, ist eine der prägendsten Figuren des deutschen Basketballs. Der gebürtige Leverkusener war der erste deutsche Spieler, der 2021 in die Ruhmeshalle des Weltverbandes Fiba aufgenommen wurde. Zwischen 1985 und 2001 spielte er in der NBA, zunächst für die Dallas Mavericks und die Indiana Pacers, später für die Seattle Supersonics. Bei den Portland Trail Blazers beendete er seine Karriere. Für die deutsche Nationalmannschaft stand Schrempf 71 Mal auf dem Parkett.




