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Montag, 31. August 2026

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Uefa will Strafverfahren gegen Fifa-Präsident Infantino einleiten

Der europäische Fußballverband Uefa bereitet laut Gerichtsdokumenten ein Strafverfahren gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino vor. Hintergrund sind gescheiterte Investorenpläne für die Fußball-Weltmeisterschaft und der Vorwurf der kriminellen Misswirtschaft.

Der europäische Fußballverband Uefa will offenbar ein Strafverfahren gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino einleiten. Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor, das im Zusammenhang mit den gescheiterten Investorenplänen für die Fußball-Weltmeisterschaft erstellt wurde. Der Vorwurf lautet auf kriminelle Misswirtschaft.

Hintergrund des Streits ist ein geplanter Verkauf von Teilen der Vermarktungsrechte an der WM an private Investoren. Dieses Vorhaben hatte der Fifa-Chef vorangetrieben, war damit jedoch auf erheblichen Widerstand gestoßen. Die Uefa sieht in dem Vorgehen offenbar schwerwiegende Verstöße und bereitet nun rechtliche Schritte vor. Nach Informationen aus US-amerikanischen Gerichtsunterlagen fordert der europäische Verband in diesem Zusammenhang Dokumente von einem Gericht in den Vereinigten Staaten an, um die Grundlagen für ein Strafverfahren zu schaffen.

Der Konflikt zwischen den beiden Fußballverbänden belastet das Verhältnis zwischen der europäischen und der internationalen Fußballorganisation seit Monaten. Während die Uefa die Pläne zur Teilprivatisierung der WM-Rechte als unvereinbar mit den Grundsätzen des Verbands ansieht, hatte Infantino auf die wirtschaftlichen Vorteile einer solchen Lösung verwiesen. Die gescheiterten Verhandlungen haben den Druck auf den Fifa-Präsidenten nun weiter erhöht.

Die genauen Details der geplanten Strafanzeige sind bislang nicht öffentlich bekannt. Aus dem Gerichtsdokument geht lediglich hervor, dass die Uefa den Vorwurf der kriminellen Misswirtschaft gegen Infantino erheben will. Ob und wann es tatsächlich zu einem formellen Strafverfahren kommt, bleibt abzuwarten. Die Auseinandersetzung könnte sich über einen längeren Zeitraum hinziehen, da zunächst die gerichtlichen Voraussetzungen geklärt werden müssen.

Für Infantino ist dies eine weitere Belastung in einer Reihe von Kontroversen während seiner Amtszeit als Präsident des Weltfußballverbands. Die Uefa hat sich bislang nicht offiziell zu den konkreten Schritten geäußert, doch die eingereichten Unterlagen deuten auf eine ernsthafte Eskalation des Konflikts hin. Beobachter werten das Vorgehen als beispiellos in der Geschichte der beiden Verbände, da eine direkte strafrechtliche Verfolgung des höchsten Fifa-Funktionärs durch den europäischen Kontinentalverband bislang nicht vorgekommen ist.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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