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Dienstag, 15. September 2026

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Apple bringt erstes auffaltbares iPhone auf den Markt

Apple steigt mit einem eigenen Faltmodell in den Markt für auffaltbare Smartphones ein. Marktforscher erwarten, dass der Konzern trotz des späten Starts und eines hohen Preises schnell die Führung übernehmen könnte.

Apple bringt sein erstes auffaltbares iPhone auf den Markt. Damit reagiert der Konzern aus Cupertino auf eine Gerätekategorie, die bisher von Wettbewerbern wie Samsung dominiert wird. Der Einstieg erfolgt Jahre nach den ersten Faltmodellen der Konkurrenz, doch Marktforscher trauen dem Neuankömmling zu, die Führung in diesem Segment schnell zu übernehmen.

Die Vorstellung des neuen Geräts fand im Rahmen einer Veranstaltung in Cupertino statt. Das Faltmodell, das intern als iPhone Duo bezeichnet wird, richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die ein großes Display mit kompaktem Format verbinden möchten. Im zusammengeklappten Zustand lässt sich das Gerät wie ein herkömmliches Smartphone bedienen, aufgeklappt bietet es eine deutlich vergrößerte Bildschirmfläche für Multimedia, Produktivität und Multitasking.

Der Preis des neuen iPhones liegt deutlich über dem der bisherigen Spitzenmodelle. Damit positioniert Apple das Gerät bewusst im Premiumsegment und adressiert zunächst eine zahlungskräftige Kundschaft. Analysten sehen darin eine strategische Entscheidung: Statt in einen Preiskampf einzusteigen, setzt der Konzern auf seine etablierte Ökosystem-Integration und die enge Verzahnung von Hardware, Software und Diensten.

Die Marktforschung zeigt sich zuversichtlich, dass Apple trotz des späten Einstiegs Marktanteile gewinnen kann. Als Gründe gelten die hohe Markenbindung der bestehenden iPhone-Kundschaft sowie die Erfahrung des Unternehmens bei der Optimierung von Displays und Scharniertechnik. Bei früheren Produkteinführungen, etwa beim Wechsel auf größere Bildschirme oder bei der Einführung neuer Designlinien, gelang es Apple wiederholt, bestehende Kategorien innerhalb weniger Generationen zu dominieren.

Der Markt für auffaltbare Smartphones ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, blieb aber ein Nischensegment. Hohe Produktionskosten, technische Herausforderungen bei der Faltmechanik und eine begrenzte Auswahl an Apps, die die größeren Displays optimal nutzen, hatten eine breitere Akzeptanz bislang gebremst. Mit dem Einstieg von Apple könnte sich das ändern, da der Konzern üblicherweise hohe Stückzahlen erreicht und Entwickler dazu bewegt, ihre Anwendungen an neue Formfaktoren anzupassen.

Beobachter werten die Markteinführung auch als Signal für die künftige Produktstrategie des Unternehmens. Sollte sich das Faltmodell gut verkaufen, dürfte Apple die Technologie in den kommenden Jahren auf weitere Modelle ausweiten und die Preise schrittweise senken. Für den Moment bleibt das Gerät jedoch ein prestigeträchtiges Flaggschiff, das Apples Anspruch unterstreicht, bei Innovationen im Massenmarkt mitzuspielen, ohne die eigene Preispolitik aufzugeben.

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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