Bill Gates warnt vor KI-Risiken und fordert Gespräch mit Trump
Microsoft-Gründer Bill Gates warnt vor den Gefahren von KI und fordert strengere Regulierung. Er will mit US-Präsident Trump über KI-Sicherheit sprechen, da er KI für gefährlicher als Drogen hält.
Microsoft-Gründer Bill Gates hat eindringlich vor den Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt und fordert ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, um über KI-Sicherheit auf höchster Ebene zu beraten. In einem Interview mit dem US-Sender CNN am Sonntag sagte Gates, die größte Gefahr bestehe nicht in einer außer Kontrolle geratenen KI, sondern darin, dass «schlechte Menschen» KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzen könnten.
Gates betonte, dass die Systeme strenger reguliert werden müssten. «Aber im Moment ist es erlaubt, all diese Schutzmaßnahmen auszuschalten», kritisierte er. «Wenn man also schlechte Menschen hat, keine Schutzmaßnahmen und dann die neuesten Modelle, dann werden wir im kommenden Jahr vor allem im Cyberbereich eine Menge negativer Überraschungen erleben.» Der Unternehmer bezeichnete KI als «gefährlicher als Autos, Flugzeuge oder Drogen» und als «die gefährlichste Technologie, die Menschen je erfunden haben». Daher sei staatliche Kontrolle unerlässlich.
Der Microsoft-Gründer will das Thema KI-Sicherheit direkt mit Präsident Trump und dessen Mitarbeitern besprechen. Er habe sich bereits mit verschiedenen Politikern ausgetauscht, sagte Gates im CNN-Interview. Trump hingegen will die Technologie weitgehend unreguliert lassen, um die Konkurrenz aus China auszustechen. Trumps Idee, auf freiwillige Selbstkontrolle der Branche statt auf gesetzliche Vorschriften zu setzen, wies Gates zurück: Die Vorstellung, bei der «gefährlichsten Technologie, die Menschen je erfunden haben», die Kontrolle allein den Unternehmen zu überlassen, sei «nicht genug».
Gates gehört zu einer wachsenden Zahl von Unternehmern, die vor den Risiken von KI warnen. Bereits Ende August hatte er in einem Brandbrief vor den Gefahren der Technologie gewarnt. In einem fast 6.000 Wörter langen Essay, der auf seinem Blog veröffentlicht wurde, schrieb er, niemand habe bisher einen Plan, wie sich die Gefahren der Technologie eindämmen ließen. Seine jüngsten Äußerungen unterstreichen die Dringlichkeit, mit der er eine Regulierung von KI fordert.
Die Warnungen von Gates fallen in eine Zeit, in der die Diskussion über KI-Sicherheit international an Bedeutung gewinnt. Während einige Regierungen auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie setzen, plädieren Experten wie Gates für verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Die von ihm angesprochenen Gefahren durch Cyberangriffe und Bioterrorismus könnten, so seine Sorge, ohne wirksame Kontrollen bereits im kommenden Jahr zu erheblichen Sicherheitsproblemen führen. Ob es tatsächlich zu einem Gespräch mit Trump kommt, ist bislang nicht bestätigt.
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