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Montag, 31. August 2026

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DDoS-Attacken auf Behörden: Ermittler identifizieren drei Verdächtige

Nach erpresserischen Cyberangriffen auf Behörden und Unternehmen haben Ermittler drei Verdächtige ausgemacht, darunter zwei Jugendliche. Die Gruppe SharkNet soll DDoS-Angriffe verübt und 30.000 Euro in Bitcoin erpresst haben.

Nach einer Serie erpresserischer Cyberangriffe auf Behörden und Unternehmen haben Ermittler drei Verdächtige identifiziert, darunter zwei Jugendliche. Das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt teilte am Montag in Kiel mit, dass bereits in der Vorwoche Durchsuchungen an drei Anschriften in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen stattgefunden hätten. Die Verdächtigen sollen der Gruppe SharkNet angehört haben, die sogenannte DDoS-Überlastungsangriffe auf Internetseiten gestartet haben soll.

Bei einem DDoS-Angriff wird ein Server gezielt mit so vielen Anfragen überschwemmt, dass er die Menge nicht mehr bewältigen kann und im schlimmsten Fall zusammenbricht. Nach Angaben der Ermittler sollen die Beschuldigten gemeinsam mit weiteren Tätern die Internetseiten verschiedener Stadt- und Kreisverwaltungen, Bundesbehörden, großer Einzelhandelsketten und Telekommunikationsfirmen angegriffen haben. Die Gruppe verfasste ein Bekennerschreiben, in dem sie unter anderem eine Medienberichterstattung sowie die Zahlung von 30.000 Euro in Bitcoin verlangte. Die Forderungen wurden nicht erfüllt.

Die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe sowie das Landeskriminalamt in Kiel ermitteln seit Januar in dem Fall. Am vergangenen Donnerstag kam es zu den Durchsuchungen bei den drei Verdächtigen im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein, in Oranienburg in Brandenburg sowie im Bereich Mittelhessen. Örtliche Polizeikräfte waren eingebunden, teils auch Spezialkräfte. Bei den Beschuldigten in Schleswig-Holstein und Brandenburg handelt es sich den Angaben zufolge um Jugendliche, deren genaues Alter nicht genannt wurde.

Die Durchsuchungen hätten in erster Linie der Beschlagnahmung von Beweismitteln gedient, hieß es. Die Verdächtigen seien angetroffen, nach Ende der Polizeimaßnahmen aber wieder entlassen worden. Alle drei Verdächtigen blieben demnach auf freiem Fuß. Die Ermittlungen zu den Cyberattacken, die sich gegen öffentliche Einrichtungen und private Unternehmen richteten, dauern an.

Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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