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Четверг, 30. Июль 2026Deutschland · Europa · Welt
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Technologie

EU startet Milliardenprojekt für sieben KI-Gigafactories

Die Europäische Kommission hat ein Bieterverfahren für den Bau von bis zu sieben KI-Gigafactories gestartet. Knapp zehn Milliarden Euro an Fördermitteln stehen bereit, um die digitale Souveränität Europas zu stärken. Deutsche Unternehmen wie die Telekom und Schwarz Digits bewerben sich um die Aufträge.

EU startet Milliardenprojekt für sieben KI-Gigafactories
Digitale Souveränität: EU startet Milliardenprojekt für sieben KI-Gigafactories
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Die Europäische Kommission hat ein Bieterverfahren für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten KI-Gigafactories eröffnet. Mit knapp zehn Milliarden Euro an Fördermitteln will die EU die digitale Souveränität Europas stärken und im internationalen Wettlauf um Künstliche Intelligenz gegenüber den USA und China aufholen. Deutsche Konzerne wie die Telekom und Schwarz Digits bewerben sich um die milliardenschweren Aufträge. Die Ausschreibung läuft bis zum Herbst dieses Jahres, der Bau der ersten Gigafactory könnte bereits 2027 beginnen.

Die Gigafactories sind als hochmoderne Rechenzentren für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle konzipiert. Sie sollen als öffentlich-private Partnerschaften betrieben werden: Die EU übernimmt einen Teil der Investitionskosten, die Betreiber sorgen für den laufenden Betrieb. Die genaue Verteilung der fast zehn Milliarden Euro auf die sieben Standorte ist noch nicht festgelegt. Die EU-Kommission wird die Zuschläge nach Kriterien wie technischer Exzellenz, Sicherheitsstandards und regionaler Ausgewogenheit vergeben. Die Standorte sollen auf mehrere EU-Mitgliedsstaaten verteilt werden, um eine breite geografische Abdeckung zu gewährleisten.

Die Initiative ist Teil der europäischen Strategie für digitale Souveränität. Hintergrund ist die wachsende Dominanz der USA und Chinas im KI-Sektor. Ohne eigene leistungsfähige Infrastruktur drohe Europa den Anschluss zu verlieren, warnen Experten. Die Gigafactories sollen daher nicht nur enorme Rechenleistung bieten, sondern auch europäische Datenschutzstandards und Cybersicherheitsanforderungen erfüllen. Anders als viele US-amerikanische Cloud-Angebote sollen die Einrichtungen transparente Sicherheitsprozesse gewährleisten und sensible europäische Daten auf dem Kontinent halten.

Neben der Telekom und Schwarz Digits haben sich weitere Unternehmen aus Deutschland und anderen EU-Staaten für die Ausschreibung interessiert. Siemens und SAP haben ebenfalls Interesse signalisiert. Deutschland gilt als aussichtsreicher Kandidat für mindestens eine Gigafactory. Ähnliche Projekte gibt es bereits in den USA und China, wo Staatskonzerne und Tech-Giganten massiv in KI-Infrastruktur investieren. Die EU will mit gebündelter Förderung eine kritische Masse an KI-Expertise in Europa aufbauen und so langfristig wettbewerbsfähig bleiben.

Die Milliardeninvestition soll zudem Arbeitsplätze schaffen und Innovationen in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität und Industrie 4.0 vorantreiben. Europäischen Start-ups und Forschungseinrichtungen soll der Zugang zu Hochleistungsrechnern erleichtert werden, die bisher oft nur in den USA oder China verfügbar sind. Die EU-Kommission betont, dass die Gigafactories ein zentraler Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents sind.

Die EU-Kommission hat die Ausschreibung im Rahmen der Programme „Digitales Europa“ und des Wiederaufbaufonds gestartet. Insgesamt stehen für die KI-Förderung in den kommenden Jahren über 20 Milliarden Euro bereit, wobei die Gigafactories den größten Einzelposten darstellen. Der Wettlauf um KI wird zunehmend als geopolitischer Machtfaktor gesehen. Die USA haben mit dem CHIPS Act Milliarden in KI und Halbleiter investiert, China fördert über Staatsunternehmen den Aufbau eigener KI-Infrastruktur. Um nicht abgehängt zu werden, muss Europa nun schnell handeln, heißt es in Brüssel. Mit dem Gigafactory-Projekt will Europa beweisen, dass es im globalen KI-Wettlauf mithalten kann – und gleichzeitig seine Werte von Datenschutz und technologischer Autonomie wahren.