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Dienstag, 20. Oktober 2026

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ING und Revolut: Großausfall bei Google führt zu Störungen bei Banken

Google-Cloud-Ausfall legt Bank-Apps und Webseiten lahm

Ein großflächiger Ausfall der Google-Cloud-Dienste hat am Montag in Europa Bank-Apps wie ING und Revolut sowie zahlreiche Webseiten und Unternehmensdienste gestört. Google arbeitet an der Behebung, Ursache und Ausmaß sind noch unklar.

Ein großflächiger Ausfall der Google-Cloud-Dienste hat am Montag in Europa zu erheblichen Störungen bei Banken und anderen Unternehmen geführt. Betroffen waren nach Angaben von Nutzern insbesondere die mobilen Apps der Direktbank ING und des britischen Fintechs Revolut. Auch zahlreiche Webseiten und Unternehmensdienste, die auf der Infrastruktur von Google Cloud basieren, waren nicht oder nur eingeschränkt erreichbar.

Google bestätigte den Ausfall und erklärte, an der Behebung zu arbeiten. Das Unternehmen machte zunächst keine Angaben zur Ursache oder zum genauen Ausmaß der Störung. Auch zur Zahl der betroffenen Nutzer und Unternehmen gab es zunächst keine belastbaren Informationen. Der Ausfall unterstreicht die wachsende Abhängigkeit vieler Branchen von den Cloud-Diensten weniger großer Anbieter.

Die Störungen bei den Bank-Apps äußerten sich für Kunden vor allem in fehlgeschlagenen Anmeldungen und nicht abrufbaren Kontoständen. Die Institute selbst äußerten sich zunächst nicht öffentlich zu den technischen Hintergründen. Ob und in welchem Umfang auch Überweisungen oder andere Transaktionen betroffen waren, blieb zunächst offen. Beobachter verwiesen darauf, dass Cloud-Ausfälle bei Finanzinstituten besonders sensibel sind, weil Kunden den Zugang zu ihren Konten als selbstverständlich voraussetzen.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Störungen bei großen Cloud-Anbietern ein, die in den vergangenen Jahren wiederholt den Betrieb zahlreicher Dienste beeinträchtigt haben. Für Unternehmen bedeutet das ein Dilemma: Die Konzentration auf wenige Anbieter senkt die Kosten und erhöht die Skalierbarkeit, schafft aber auch ein Risiko, das sich kaum vollständig absichern lässt. Fachleute raten seit langem zu Redundanz und Notfallplänen, doch in der Praxis sind viele Dienste eng an einen einzigen Anbieter gebunden.

Für die betroffenen Banken und Fintechs steht nun die Frage im Raum, wie schnell sie ihre Dienste wieder stabilisieren können und ob sie ihre Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern künftig reduzieren wollen. Google seinerseits steht unter Druck, die Ursache des Ausfalls rasch zu klären und transparent zu kommunizieren. Bis dahin bleibt unklar, wie weit die Störung tatsächlich reichte und ob sie über die bereits bekannten Fälle hinaus Folgen hatte.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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