Philips Baristina im Test: Espressomaschine mit Siebträger überzeugt mit Tempo und Geschmack
Die Philips Baristina ist keine klassische Siebträgermaschine, sondern eine Espressomaschine mit Siebträger. Der Test zeigt: Das Gerät brüht Espresso und Café Crema in unter einer Minute, arbeitet leise und liefert guten Geschmack. Kritik gibt es am fehlenden Wasserfilter, der reinen Außenreinigung und am Preis von knapp 300 Euro.
Die Philips Baristina ist keine Siebträgermaschine im klassischen Sinn, sondern eine Espressomaschine mit Siebträger. Der Hersteller verspricht, die Vorteile beider Geräteklassen zu vereinen: den Pumpendruck einer Espressomaschine und die manuelle Haptik des Siebträgers. Ein integrierter Thermoblock erhitzt das Wasser so schnell, dass ein Heißgetränk nach weniger als 60 Sekunden fertig sein soll. Alles, was der Nutzer tun muss, ist ein Swipe nach rechts und das Drücken einer Taste.
Im Test zeigt sich, dass die Maschine tatsächlich schnell und präzise arbeitet. Der integrierte Lichtsensor kalibriert die Kaffeemenge automatisch während der ersten drei Brühvorgänge und passt sich an die sich ändernde Kaffeedichte an. Auch das Tampen übernimmt die Baristina selbst. Der Nutzer wählt lediglich zwischen Espresso und Café Crema oder einer dritten Taste für eine intensivere Note. Der Pumpendruck liegt bei 16 Bar, das fertige Getränk erreicht eine Kerntemperatur von etwa 72 Grad. Im Test schmeckten beide Kaffeesorten angenehm und überzeugten mit einer Trinktemperatur zwischen 70 und 72 Grad.
Technisch ist die Maschine kompakt: Sie wiegt fünf Kilogramm, misst 180 x 345 x 380 Millimeter und fasst 1,2 Liter Wasser sowie 170 Gramm Kaffeebohnen. Der Geräuschpegel liegt bei maximal 72 dB, was im Test als überraschend leise wahrgenommen wurde. Der Siebträger lässt sich über einen Knopf lösen, das gepresste Kaffeepad fiel im Test allein durch die Schwerkraft heraus. Anschließend genügte eine kurze Reinigung unter fließendem Wasser.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Nachhaltigkeit: Das Gehäuse besteht zu mehr als 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Die Maschine ist in verschiedenen Farben erhältlich, darunter Mangogelb, Eschenholz, Walnussholz, Naturweiß, Blattgrün, Schwarzgrau und Himbeerrot. So lassen sich individuelle Kombinationen zusammenstellen. Wer Milchgetränke wie Cappuccino, Latte Macchiato oder Iced Latte zubereiten möchte, benötigt einen Milchaufschäumer. Dieser wird nicht automatisch mitgeliefert, kann aber nachbestellt oder im Set erworben werden. Im Test überzeugte der Baristina-Milchaufschäumer: Die Milch wurde binnen weniger Sekunden fest. Allerdings warnen die Tester, dass nicht jedes Fremdgerät heiße und kalte Milch oder pflanzliche Alternativen aufschäumen kann.
Kritikpunkte gibt es dennoch. Der Wassertank verfügt über keinen integrierten Filter, sodass sich mit der Zeit Kalkrückstände bilden können. Zudem lässt sich die Maschine nur von außen reinigen. Nach mehreren Anwendungen blieb etwas Kaffeesatz an der Oberfläche haften, über die das Wasser in den Siebträger gedrückt wird. Dadurch gelangten kleine Krümel in das Getränk, was sich zwar mit einem feuchten Tuch vorher beseitigen lässt, aber als lästig empfunden wurde. Ein weiterer Wermutstropfen ist der Preis: Mit knapp 300 Euro ist die Baristina nicht günstig, zumal sie nur über drei Funktionen verfügt. Wer auf der Suche nach einer Kaffeemaschine ist, sollte dennoch die Augen nach Angeboten offen halten.
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