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Montag, 31. August 2026

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Schwarz-Gruppe investiert 5,6 Milliarden Euro in Rechenzentrum bei Rostock

Die Schwarz-Gruppe, Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, baut bei Rostock ein Großrechenzentrum. Die Investition von 5,6 Milliarden Euro soll die digitale Souveränität Deutschlands stärken und nutzt Windkraft als Energiequelle.

Die Schwarz-Gruppe, bekannt durch ihre Handelsketten Lidl und Kaufland, plant den Bau eines milliardenschweren Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock. In das Projekt sollen insgesamt 5,6 Milliarden Euro fließen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Standort in Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Angaben der Gruppe nicht zuletzt wegen der dort verfügbaren Energie aus Windkraft gewählt.

Mit der Investition will der Konzern nach eigenen Angaben einen Beitrag zur Stärkung der „digitalen Souveränität“ Deutschlands leisten. Die Abhängigkeit von ausländischen Rechenzentrums-Kapazitäten soll dadurch verringert werden. Es ist bereits die zweite Großinvestition dieser Art innerhalb kurzer Zeit: Erst kürzlich hatte die Schwarz-Gruppe ein ähnliches Projekt im Spreewald angekündigt, das ebenfalls mit einem Milliardenbetrag dotiert ist.

Das neue Rechenzentrum bei Rostock soll zu den größten seiner Art in Deutschland zählen. Die Entscheidung für den Standort Dummerstorf fiel nach Prüfung mehrerer Optionen. Ausschlaggebend war demnach die Nähe zu Windenergieanlagen, die einen CO₂-armen Betrieb der Anlage ermöglichen sollen. Die Region Mecklenburg-Vorpommern gilt als einer der führenden Standorte für Windkraft in Deutschland, was für energieintensive Rechenzentren zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die Schwarz-Gruppe betreibt bereits mehrere Rechenzentren in Deutschland und Europa, die den IT-Betrieb der Handelsketten sowie zunehmend auch Cloud-Dienste für externe Kunden absichern. Mit dem Neubau in Dummerstorf will das Unternehmen seine Kapazitäten deutlich ausbauen. Die Bauarbeiten sollen in den kommenden Jahren beginnen, eine genaue Zeitplanung für die Inbetriebnahme wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Ökonomisch wird das Projekt als wichtiges Signal für den Osten Deutschlands gewertet. Die Investition schaffe langfristig Arbeitsplätze in der Region und stärke die digitale Infrastruktur abseits der Ballungszentren, hieß es aus Unternehmenskreisen. Zugleich sehen Beobachter den Bau als Beleg für den wachsenden Bedarf an Rechenleistung, der durch Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und die zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung getrieben wird.

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern begrüßte die Ansiedlung. Man sehe darin eine Bestätigung des Wirtschaftsstandorts und eine Chance für die technologische Entwicklung der Region. Details zu Fördermitteln oder steuerlichen Vergünstigungen wurden zunächst nicht genannt. Die Schwarz-Gruppe betonte, die Investition erfolge aus eigenen Mitteln des Konzerns.

Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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