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Montag, 31. August 2026

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Sensible Daten bei Cyberangriff auf Berliner Senatsverwaltungen womöglich doch betroffen

Nach dem Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz können sensible Daten betroffen sein. Die Senatskanzlei korrigiert ihre frühere Einschätzung. Forensische Untersuchungen laufen.

Bei der Cyberattacke auf das Berliner Landesnetz sind womöglich doch sensible Daten abgeflossen. Die Senatskanzlei teilte mit, dass im Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt nicht ausgeschlossen werden könne, dass auch personenbezogene oder sonstige nicht-öffentliche Daten betroffen seien. Inhalt und Umfang der betroffenen Daten würden derzeit noch geprüft.

Der Hackerangriff war am 14. August entdeckt worden. Zwei Senatsverwaltungen wurden daraufhin vom Landesnetz abgetrennt: die für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Der Zeitpunkt des Datenabflusses lag den Angaben zufolge vor dem 14. August, also bevor die Abtrennung erfolgte. Noch in der vergangenen Woche hatte der Senat erklärt, nach ersten Erkenntnissen seien keine sensiblen Daten abgeflossen. Bislang war nur von Geodaten die Rede, die ohnehin im Netz frei verfügbar seien.

Florian Hauer, Staatssekretär für Digitalisierung, erklärte: „Sobald wir belastbare Erkenntnisse zum Umfang und Inhalt der Daten haben, werden wir die zuständigen parlamentarischen Gremien und Stellen informieren.“ Derzeit gehe man davon aus, dass der Angriff eingedämmt werden konnte. Die forensischen Untersuchungen und das Scanning des Landesnetzes Berlin dauerten jedoch bis auf Weiteres an. Auch der IKT-Notfallstab bleibe bis auf Weiteres aktiv.

Die Hackerattacke hatte vor knapp zwei Wochen zwei Berliner Senatsverwaltungen getroffen. Der neue Erkenntnisstand bedeutet eine Korrektur der bisherigen Einschätzung, wonach nur frei verfügbare Geodaten abgeflossen seien. Die Senatskanzlei betonte, dass die Prüfung der betroffenen Daten noch andauere. Es sei derzeit nicht möglich, eine abschließende Aussage über den Umfang des Schadens zu treffen.

Die laufenden forensischen Untersuchungen sollen klären, welche Daten tatsächlich abgeflossen sind und ob personenbezogene Informationen Dritter betroffen sind. Die Behörden haben zugesichert, die parlamentarischen Gremien zu informieren, sobald belastbare Ergebnisse vorliegen. Bis dahin bleibt der IKT-Notfallstab aktiv, um weitere Schäden zu verhindern und das Landesnetz zu sichern.

Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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