Trump ernennt Geheimdienstkoordinator Clayton zum Chef der Super Intelligence Force
US-Präsident Donald Trump setzt auf Tempo bei der Künstlichen Intelligenz und macht Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum Leiter der neuen Super Intelligence Force. Das Gremium soll die KI-Anstrengungen der Regierung bündeln, während Warnungen vor Risiken lauter werden.
US-Präsident Donald Trump hat den Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum führenden Kopf der neu gegründeten Super Intelligence Force (SIF) ernannt. Das Gremium soll die Anstrengungen der US-Regierung im Bereich der Künstlichen Intelligenz koordinieren. Trump verkündete die Personalie auf seiner Online-Plattform Truth Social. Clayton ist als Director of National Intelligence für die Aufsicht über alle amerikanischen Geheimdienste zuständig und soll nun zusätzlich die KI-Politik der Regierung vorantreiben.
Die Super Intelligence Force war ursprünglich unter dem Namen AI Force angekündigt worden. Trump versucht inzwischen, den Begriff Superintelligenz statt des gebräuchlichen Ausdrucks Künstliche Intelligenz zu etablieren. Neben Clayton nannte Trump zwei weitere führende Köpfe der Gruppe: Andrew Ferguson, den Chef der Handelsbehörde FTC, die unter anderem für Verbraucherschutz zuständig ist, sowie Emil Michael, der im Pentagon eine führende Rolle bei Forschung und Technologie spielt. Die drei sollen die Regierungsarbeit im KI-Bereich bündeln und beschleunigen.
Trump lehnt eine Verlangsamung der KI-Entwicklung kategorisch ab. In den vergangenen Wochen waren nach eigenständigen Hacking-Attacken durch KI-Software die Warnungen vor den Risiken der Technologie lauter geworden. Einige Brancheninsider warnten, Künstliche Intelligenz habe das Potenzial, den Tod vieler Menschen auszulösen, wenn die Technologie außer Kontrolle gerate. Die US-Regierung weist solche Darstellungen als alarmistisch zurück und setzt auf die Selbstregulierung der Branche. Trump argumentiert, die USA seien bei Künstlicher Intelligenz China voraus, und er wolle, dass dies so bleibe.
Clayton selbst hatte bei einem Treffen Trumps mit KI-Bossen in der vergangenen Woche erklärt, am wichtigsten für die nationale Sicherheit der USA sei, die Führung bei Künstlicher Intelligenz zu behalten. Diese Haltung deckt sich mit der Linie des Präsidenten, der trotz wachsender Bedenken aus der Fachwelt auf ein hohes Entwicklungstempo drängt. Die neue Gruppe soll nun die Koordination zwischen Geheimdiensten, Handelsbehörde und Verteidigungsministerium sicherstellen.
Die Personalie fällt in eine Phase, in der die Debatte über die Sicherheit von KI-Systemen an Intensität zunimmt. Während Kritiker vor unkontrollierbaren Folgen warnen, verfolgt das Weiße Haus einen Kurs der Beschleunigung und der Eigenverantwortung der Industrie. Mit Clayton an der Spitze der Super Intelligence Force will Trump sicherstellen, dass die USA ihre technologische Führungsrolle behalten und ausbauen. Die Ernennung unterstreicht, dass die Regierung KI nicht als Bedrohung, sondern als strategisches Werkzeug begreift, das eng mit den Sicherheitsapparaten verzahnt wird.
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