Umfrage: Jeder Dritte unter 30 sagt wegen leerem Akku Verabredung ab
Eine Vodafone-Umfrage zeigt: Vor allem junge Menschen reagieren nervös, wenn der Smartphone-Akku zur Neige geht. Sieben Prozent aller Befragten haben schon einmal kurzfristig ein Treffen abgesagt. Fast ein Viertel wird unter 20 Prozent Akkustand unruhig.
Ein leerer Smartphone-Akku kann offenbar so stark verunsichern, dass manche Menschen ihre Tagespläne ändern. In einer vom Telekommunikationsanbieter Vodafone in Auftrag gegebenen Umfrage gaben sieben Prozent der Befragten an, schon einmal kurzfristig eine fest geplante Verabredung abgesagt zu haben, weil der Handy-Akku fast leer war. Das teilte Vodafone in Düsseldorf mit. Das Meinungsforschungsinstitut Civey hatte die Umfrage Anfang Oktober unter 2500 Erwachsenen durchgeführt.
Besonders ausgeprägt ist die Nervosität bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagte fast jeder Dritte (31 Prozent), wegen eines niedrigen Akkustands bereits ein Treffen platzen lassen zu haben. Bei den 30- bis 39-Jährigen war es jeder Zehnte. In den drei älteren Altersgruppen lag der Anteil dagegen nur bei ein bis zwei Prozent. Die Teilnehmer waren in fünf Altersgruppen unterteilt worden.
Die Umfrage untersuchte auch, ab welchem Akkustand die Nutzer unruhig werden und nach einer Lademöglichkeit suchen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) nannte die Marke von unter 20 Prozent. Jeder Sechste (16 Prozent) wird bei 10 Prozent nervös, jeder Zwanzigste (5 Prozent) bereits bei fünf Prozent. Gut jedem Vierten (26 Prozent) macht ein niedriger Akkustand dagegen keine Sorgen.
Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot sieht in den Ergebnissen einen Beleg für die zentrale Rolle des Smartphones im Alltag. «Das Smartphone ist längst viel mehr als ein Telefon: Es ist Navi, Kamera, Unterhaltungszentrale und für viele sogar Autoschlüssel», sagte der Manager. «Vor allem für junge Menschen ist es zum ständigen Begleiter geworden, mit dem sie einen großen Teil ihres Alltags organisieren.» Dass ein niedriger Akkustand junge Menschen sogar dazu bringe, Alltagspläne zu ändern, zeige, wie selbstverständlich digitale und reale Welt heute zusammengehörten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Abhängigkeit vom mobilen Gerät unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Während ältere Nutzer gelassener auf einen sinkenden Akkustand reagieren, scheint das Smartphone für jüngere Verbraucher ein unverzichtbares Werkzeug zu sein, dessen Ausfall den Tagesablauf durcheinanderbringen kann. Powerbanks, also tragbare Zusatzakkus, wären eine naheliegende Lösung für unterwegs. Ob sie das Problem tatsächlich lösen, lässt die Umfrage offen.
6




