Eurostaaten suchen Nachfolger für Christine Lagarde an der EZB-Spitze
Die Euroländer beginnen mit der Suche nach einem neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank. Christine Lagarde will ihren Posten bereits im Frühjahr abgeben, die Niederlande haben mit Klaas Knot einen Kandidaten nominiert.
Die Euroländer suchen einen neuen Präsidenten für die Europäische Zentralbank. Christine Lagarde will ihren Posten bereits im Frühjahr abgeben, ein Termin, der das Auswahlverfahren deutlich beschleunigt. Schon in wenigen Tagen könnte über ihre Nachfolge entschieden werden.
Vergangene Woche hatte Lagarde angekündigt, ihre Position bei der EZB vorzeitig aufzugeben. Seitdem haben die Mitgliedstaaten des Euroraums begonnen, Kandidaten für die Nachfolge vorzuschlagen. Den ersten konkreten Vorstoß unternahmen die Niederlande: Sie nominierten den früheren Notenbankchef Klaas Knot für den Chefposten der EZB.
Die Frage, wer an der Spitze der Europäischen Zentralbank steht, gilt als besonders bedeutend, weil der EZB-Präsident die Geldpolitik für die gemeinsame Währung im Euroraum maßgeblich mitbestimmt. Entscheidungen über Leitzinsen und den Umgang mit der Inflation betreffen Verbraucher, Sparer, Kreditnehmer und Unternehmen in allen Mitgliedstaaten.
Nach Angaben aus den Berichten handelt es sich um ein Auswahlverfahren, in dem die Eurostaaten untereinander Favoriten und Interessen abwägen. Welche Bewerber am Ende tatsächlich zum Zug kommen, ist derzeit noch offen. Die bisherigen Informationen beschränken sich auf die Nominierung aus den Niederlanden und die Ankündigung Lagardes; weitere Namen oder Festlegungen lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Lagarde hatte den Schritt damit begründet, ihre Amtszeit vorzeitig beenden zu wollen. Damit rückt der Wechsel an der Spitze der Notenbank näher, als ursprünglich vorgesehen. Für die Eurozone bedeutet das eine Phase, in der Kontinuität in der Geldpolitik und Verlässlichkeit gegenüber den Finanzmärkten besonders gefragt sind.
Quelle: zeit.de
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