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Warenhäuser in Not: Galeria-Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld

Galeria-Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Insolvenzgeld für die Mitarbeitenden der Warenhauskette Galeria bewilligt. Die Auszahlung soll über eine Bank schnell erfolgen. Ob Filialen schließen müssen, bleibt offen.

Die Beschäftigten der erneut insolventen Warenhauskette Galeria erhalten Insolvenzgeld. Die Bundesagentur für Arbeit hat die Zahlung bewilligt, wie aus übereinstimmenden Angaben hervorgeht. Das Geld soll über eine Bank schnell auf den Konten der Mitarbeitenden eingehen. Damit ist die Bezahlung der Belegschaft für den Moment gesichert.

Zuvor hatten Juristen Zweifel an der Bewilligung geäußert. Der Insolvenzverwalter Frank Kebekus zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Zahlung erfolgen würde. Nun ist klar: Bei Galeria kann es vorerst weitergehen. Die Entscheidung gilt allerdings nicht für alle Beschäftigten, wie es in Berichten heißt. Für welche Gruppen das Insolvenzgeld nicht greift, wurde zunächst nicht im Detail ausgeführt.

Galeria befindet sich bereits zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren in einem Insolvenzverfahren. Diese Häufung von Zahlungsunfähigkeiten belastet das Unternehmen und seine Beschäftigten erheblich. Mindestens ein Drittel der Filialen könnte nach Einschätzung aus dem Umfeld des Verfahrens möglicherweise schließen. Ob tatsächlich Standorte aufgegeben werden müssen, bleibt offen. Eine endgültige Entscheidung darüber steht noch aus.

Das Insolvenzgeld sichert den Mitarbeitenden zunächst ihre Gehälter. Es wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt, wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig ist und Löhne nicht mehr aus eigener Kraft leisten kann. Für die Beschäftigten bedeutet die Bewilligung, dass sie kurzfristig nicht ohne Einkommen dastehen. Die Auszahlung über eine Bank soll den Prozess beschleunigen.

Die Warenhauskette steht seit Jahren unter Druck. Der Einzelhandel insgesamt kämpft mit verändertem Kaufverhalten, wachsender Onlinekonkurrenz und gestiegenen Kosten. Galeria mit seinen Filialen in deutschen Innenstädten ist von dieser Entwicklung besonders betroffen. Die wiederkehrenden Insolvenzverfahren zeigen, wie schwierig es für die Kette ist, wirtschaftlich stabil zu bleiben.

Für die Beschäftigten und ihre Familien ist die Nachricht zunächst eine Entlastung. Ob und in welchem Umfang Filialen erhalten bleiben, hängt von den weiteren Verhandlungen und Entscheidungen im Insolvenzverfahren ab. Der Insolvenzverwalter hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass die Zahlungen anlaufen. Nun bestätigt sich diese Einschätzung.

Die Zukunft der Warenhauskette bleibt ungewiss. Die Bewilligung des Insolvenzgeldes verschafft Zeit, löst aber nicht die strukturellen Probleme des Unternehmens. Ob ein Drittel oder mehr der Standorte schließen muss, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Für die Mitarbeitenden bleibt die Unsicherheit über den langfristigen Fortbestand ihrer Arbeitsplätze bestehen.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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