Galeria stellt erneut Insolvenzantrag – Betriebsrat und Verdi fordern Aufklärung
Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf zum vierten Mal die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Betriebsrat und Gewerkschaft Verdi verlangen vom Management schnelle Informationen zur Lage der Beschäftigten. Ob die Mitarbeitenden Insolvenzgeld erhalten, ist bislang unklar.
Die Warenhauskette Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Es ist bereits der vierte Insolvenzantrag des Unternehmens. Die bislang letzte Insolvenz liegt erst gut zweieinhalb Jahre zurück. Nun ist Galeria wieder in finanzielle Not geraten.
Nach dem erneuten Antrag hat der Gesamtbetriebsrat vom Management Aufklärung über die Situation gefordert. Auch die Gewerkschaft Verdi verlangt schnelle Informationen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es für die Beschäftigten weitergeht. Ob die Mitarbeitenden Insolvenzgeld erhalten, ist bislang unklar.
Die erneute Insolvenz betrifft eine Warenhauskette, die in vielen deutschen Innenstädten als wichtiger Anker gilt. Ohne Galeria – so die verbreitete Erzählung – verlören Innenstädte ihren Stabilitätsanker. Handelsexperten fordern hingegen das Ende des Unternehmens. Sie bezweifeln, dass sich das Geschäftsmodell der klassischen Warenhäuser noch tragfähig betreiben lässt.
Für die Beschäftigten bedeutet der Schritt erneut eine Phase der Unsicherheit. Der Gesamtbetriebsrat und Verdi drängen darauf, dass das Management zügig Klarheit schafft. Offen ist, ob und in welchem Umfang Insolvenzgeld fließen wird. Das Insolvenzgeld sichert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Regel einen Teil ihres Lohns, wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird. Ob dieser Schutz im aktuellen Fall greift, ist jedoch noch nicht bestätigt.
Galeria blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Der aktuelle Antrag ist bereits der vierte Insolvenzantrag der Warenhauskette. Die wiederkehrenden finanziellen Schwierigkeiten werfen die Frage auf, ob das Unternehmen dauerhaft überlebensfähig ist. Während die einen den Erhalt der Filialen als Beitrag zur Stabilisierung der Innenstädte verteidigen, sehen andere in der erneuten Insolvenz ein Signal für das Ende des traditionellen Warenhausmodells.
Wie es nun konkret weitergeht, hängt vom weiteren Verfahren ab. Zunächst muss das Amtsgericht Düsseldorf über den Antrag entscheiden. Danach könnte ein Insolvenzverwalter bestellt werden, der die wirtschaftliche Lage prüft und Optionen für eine Fortführung oder Abwicklung auslotet. Für die Beschäftigten und die betroffenen Standorte bleibt die Lage bis auf Weiteres ungewiss.
4




