Tesla zeigt Roadster mit Kaltgas-Düsen
Tesla hat den neuen Roadster präsentiert. Der Sportwagen kann dank Kaltgas-Düsen kurz abheben. Wann die Produktion startet und wie viele Fahrzeuge gebaut werden, ist noch unklar.
Tesla hat den neuen Roadster vorgestellt, einen Sportwagen, der mithilfe von Kaltgas-Düsen kurzzeitig abheben kann. Damit löst Elon Musk ein Versprechen ein, das er seit Jahren in Aussicht gestellt hatte. Der Elektroautohersteller zeigte das Modell im Rahmen einer Präsentation, bei der der Wagen tatsächlich ein wenig flog.
Die Kaltgas-Düsen, die an Raketendüsen erinnern, verleihen dem Fahrzeug eine ungewöhnliche Fähigkeit: Es kann für einige Sekunden vom Boden abheben. Musk bezeichnete den Roadster bereits vor Jahren als «Raketen-Auto». Nun wurde das Konzept der Öffentlichkeit gezeigt. Wie viele Exemplare des Sportwagens tatsächlich gebaut werden, ließ Tesla offen. Auch der genaue Produktionsstart wurde in der Präsentation nicht abschließend geklärt.
Die Ankündigung ist Teil von Teslas Strategie, technische Grenzen zu verschieben und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Der Roadster ist nicht das erste Fahrzeug, das Musk mit ungewöhnlichen Leistungsdaten bewirbt. Bereits in der Vergangenheit sorgten Tesla-Modelle mit hoher Beschleunigung und Reichweite für Schlagzeilen. Der neue Roadster setzt jedoch noch einen drauf: Die Kombination aus Elektroantrieb und Kaltgas-Düsen macht ihn zu einem Fahrzeug, das sich sowohl auf der Straße als auch kurzzeitig in der Luft bewegen kann.
Für die Automobilindustrie könnte die Technik Signalwirkung haben. Zwar ist unklar, ob und wann der Roadster in Serie geht, doch die Präsentation zeigt, dass Tesla weiterhin auf spektakuläre Innovationen setzt. Konkurrenten wie Porsche, Ferrari oder Rimac bieten ebenfalls leistungsstarke Elektrosportwagen an, aber keiner davon kann fliegen. Ob Kaltgas-Düsen jemals alltagstauglich werden, ist fraglich. Für Musk dienen sie vor allem als Beweis technischer Machbarkeit.
Die Reaktionen auf die Präsentation fallen gemischt aus. Fans feiern den erneuten Beweis von Teslas Innovationskraft. Kritiker bezweifeln, dass ein fliegender Sportwagen praktischen Nutzen hat oder den Verkehr sicherer macht. Zudem bleibt offen, ob der Roadster jemals die Straßenzulassung in Europa erhalten würde. Die Kaltgas-Düsen könnten regulatorische Hürden aufwerfen, da sie das Fahrverhalten verändern und Fußgänger gefährden könnten.
Für Tesla ist der Roadster auch ein Prestigeprojekt. Das Unternehmen steht unter Druck, weil die Nachfrage nach Elektroautos in einigen Märkten zuletzt nachgelassen hat und der Wettbewerb wächst. Ein spektakulärer Sportwagen könnte das Markenimage stärken und neue Käufer anziehen. Ob sich das Modell jedoch rechnet, ist unklar. Die Produktion eines solchen Fahrzeugs wäre teuer und komplex.
Musk hatte den Roadster erstmals vor fast einem Jahrzehnt angekündigt. Seitdem warteten Kunden auf das Modell. Nun scheint es zumindest einen konkreten Prototypen zu geben. Wann die Serienfertigung beginnt, verriet Musk in der Präsentation nicht eindeutig. Auch der Preis wurde nicht genannt. Klar ist nur: Tesla will mit dem Roadster erneut zeigen, dass Elektromobilität mehr sein kann als ein nüchterner Antrieb.
Für die Schweiz und Deutschland, wo Tesla stark vertreten ist, könnte der Roadster vor allem ein Symbol sein. Die hiesigen Märkte legen Wert auf Effizienz und Sicherheit. Ein fliegender Sportwagen passt nur bedingt in dieses Bild. Dennoch dürfte die Präsentation das Interesse an der Marke weiter steigern. Ob der Roadster jemals auf europäischen Straßen zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten.
7




