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Montag, 28. September 2026

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VW und Audi rufen knapp eine Million Autos in Deutschland zurück

Wegen eines möglichen Schraubenfehlers am Lenkgetriebe müssen Volkswagen und Audi rund 960.000 Fahrzeuge in Deutschland in die Werkstätten zurückrufen. Weltweit sind mehr als 2,8 Millionen Autos betroffen.

Volkswagen und die Tochtergesellschaft Audi müssen in Deutschland knapp eine Million Fahrzeuge zurückrufen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sind rund 960.000 Autos betroffen. Grund für den Rückruf ist ein möglicher Schraubenabriss am Lenkgetriebe, der zu einem Ausfall der Lenkung führen kann.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt, kann ein fehlerhaftes Bauteil an der Verschraubung des Lenkgetriebes brechen. In der Folge könnte die Lenkung der betroffenen Fahrzeuge ausfallen. Für die Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen kann. Die betroffenen Halterinnen und Halter werden aufgefordert, ihre Fahrzeuge in einer Vertragswerkstatt überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen.

Der Rückruf betrifft etliche Modelle der Marken Volkswagen und Audi. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sind sowohl Fahrzeuge der Kernmarke VW als auch Pkw der Tochter Audi von dem Problem betroffen. Eine genaue Aufschlüsselung nach Modellreihen und Baujahren lag zunächst nicht vollständig vor. Die Werkstätten sollen die fehlerhafte Verschraubung kontrollieren und bei Bedarf austauschen.

Weltweit müssen die beiden Autobauer nach Angaben aus dem Umfeld des Rückrufs mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. In Deutschland sind davon fast eine Million Autos betroffen. Die Maßnahme ist damit einer der größten Rückrufe der jüngeren Unternehmensgeschichte von Volkswagen und Audi. Für die betroffenen Kunden entstehen nach Angaben der Behörde keine Kosten, da die Überprüfung und der Austausch des fehlerhaften Bauteils in den Werkstätten kostenlos erfolgen sollen.

Der Rückruf dürfte auch wirtschaftliche Folgen für den Volkswagen-Konzern haben. Zwar übernimmt in der Regel der Hersteller die Kosten für die Reparatur, doch die logistische Abwicklung von knapp einer Million Fahrzeugen in Deutschland und mehr als 2,8 Millionen weltweit ist aufwendig. Die Werkstätten müssen die betroffenen Fahrzeuge identifizieren, die Halter informieren und die Reparatur durchführen. Je nach Auslastung der Betriebe kann sich der Prozess über mehrere Wochen oder Monate hinziehen.

Für die betroffenen Fahrerinnen und Fahrer bedeutet der Rückruf zunächst, dass sie auf ein Schreiben des Herstellers warten oder sich selbst bei einer Vertragswerkstatt melden können. Bis zur Überprüfung sollten sie ihr Fahrzeug mit besonderer Vorsicht bewegen, da ein plötzlicher Lenkungsausfall nicht auszuschließen ist. Das Kraftfahrt-Bundesamt weist darauf hin, dass die betroffenen Fahrzeuge zeitnah in die Werkstatt gebracht werden sollten.

Der Rückruf ist nicht der erste Fall, in dem Volkswagen und Audi wegen fehlerhafter Bauteile in großem Umfang Fahrzeuge zurückrufen müssen. In der Vergangenheit hatte der Konzern bereits mehrfach mit Rückrufaktionen auf sich aufmerksam gemacht. Die aktuelle Maßnahme betrifft nun erneut Hunderttausende Fahrzeuge in Deutschland und Millionen weltweit. Wie lange die Reparatur dauern wird und welche Modelle im Einzelnen betroffen sind, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

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Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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