Zoll beschlagnahmt in Wuppertal 144 Tonnen Lachgas
In einer Lagerhalle in Wuppertal hat der Zoll 144 Tonnen Lachgas sichergestellt. Es ist nach Angaben der Ermittler der bisher größte Fund dieser Art. Die Ermittlungen laufen, Festnahmen gab es bislang nicht.
In Wuppertal hat der Zoll 144 Tonnen Lachgas sichergestellt. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um den bisher größten Fund dieser Art. Die Ware lagerte in einer Lagerhalle auf rund 500 Paletten, was die Dimension des Vorgangs deutlich macht.
Der Einsatz erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Die Zollfahndung Essen bestätigte die Sicherstellung. Festnahmen wurden bislang nicht gemeldet. Die Ermittlungen dauern an, und entscheidende Fragen sind weiterhin offen: Wem das Lachgas gehörte, wer es erwerben sollte und für welchen Markt es vorgesehen war, ist derzeit nicht bekannt.
Lachgas gilt als beliebte Partydroge, vor allem unter jungen Menschen. Der Verdacht richtet sich nach Angaben der Behörden gegen einen Verstoß gegen das neue Gesetz über psychoaktive Substanzen. Dieses Gesetz untersagt den Erwerb und den Besitz durch Minderjährige. Der Verkauf und die Abgabe an Minderjährige sind seit diesem Jahr verboten. Auch der Online-Handel und der Verkauf über Automaten sind grundsätzlich untersagt. Der Fall zeigt, wie der Gesetzgeber auf die Verbreitung des Stoffs unter Jugendlichen reagiert.
Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich. Der Konsum kann zu Bewusstlosigkeit und dauerhaften Schäden des Nervensystems führen. Wer das Gas direkt aus den Kartuschen einatmet, riskiert Erfrierungen und Verletzungen der Lunge. Gerade diese Gefahren begründen die strengen Abgabe- und Erwerbsverbote für Minderjährige.
Wie viel von der beschlagnahmten Menge bereits in Umlauf gelangt war, ist nach dem bisherigen Stand nicht bekannt. Die Behörden haben weitere Angaben zu Beteiligten und zum Vertriebsweg noch nicht veröffentlicht. Die Ermittlungen laufen, und neue Erkenntnisse sind abzuwarten.
Quelle: n-tv.de
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