Lkw mit Salpetersäure verunglückt Krefeld unter Gefahrenwarnung
Auf der Autobahn A57 in Krefeld ist in den frühen Morgenstunden ein Lkw mit Salpetersäure umgekippt. Die Säure trat aus, die Feuerwehr rückte mit einem Großeinsatz an, und die Bevölkerung wurde mit der höchsten Warnstufe gewarnt.
Auf der Autobahn A57 in Krefeld ist in den frühen Morgenstunden ein Lastwagen mit Salpetersäure umgekippt. Aus dem Fahrzeug trat die ätzende Chemikalie aus, weshalb die Feuerwehr einen Großeinsatz startete. Für die Bevölkerung im Stadtgebiet wurde die höchste Warnstufe ausgegeben, weil von der ausgetretenen Säure gesundheitliche Gefahren ausgehen.
Die Warnung wurde in der Nacht über Sirenen verbreitet. Die Menschen wurden aufgefordert, sich vor den Gefahren zu schützen und den Aufenthalt im Freien zu meiden. Nach den vorliegenden Angaben sind weiträumige Straßensperrungen rund um den betroffenen Bereich eingerichtet worden, wodurch der Verkehr im Umfeld der Autobahn erheblich beeinträchtigt ist. Mehrere Schulen und einige Kindergärten blieben geschlossen. Nach einer Meldung bleiben vier Krefelder Schulen weiterhin geschlossen, ein Termin für die Wiedereröffnung steht jedoch noch nicht fest.
Salpetersäure ist stark ätzend und gilt als wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen. Der Transport des Stoffes fällt unter die strengen Vorschriften für Gefahrgut. Bei einem Austritt können Atemwege und Haut erheblich geschädigt werden. Die Behörden haben die Warnung deshalb ausdrücklich auf den Schutz der Gesundheit ausgerichtet und die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen.
Wie groß die Menge der ausgetretenen Säure tatsächlich ist und welcher Bereich belastet wurde, war zunächst nicht eindeutig geklärt. Die Ausdehnung der kontaminierten Fläche ist daher noch offen. Ebenso unklar ist, wann die Autobahn und die betroffenen Schulen wieder freigegeben werden können. Auch die Ursache für das Umkippen des Fahrzeugs wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Die Arbeiten am Unfallort dauern an, und die Einsatzkräfte sind weiterhin vor Ort tätig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Der Vorfall zeigt, wie schnell ein Verkehrsunfall mit Gefahrgut ein ganzes Stadtgebiet betreffen kann. Für Eltern, Schulen und Anwohner bedeutet die Lage vor allem Unsicherheit, solange keine vollständigen Informationen über das Ausmaß des Austritts vorliegen. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, wie schnell die Säure gebunden und der Bereich wieder freigegeben werden kann.
Quelle: rp-online.de
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