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Montag, 31. August 2026

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Tote und Verletzte nach Schüssen auf Rave-Party in der Schweiz

Bei einer Techno-Party im Schweizer Kanton Aargau sind in der Nacht zum Sonntag Schüsse gefallen. Eine 22-jährige Italienerin starb, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Die Polizei fahndet nach dem Täter und schließt einen Terroranschlag nicht aus.

Nach tödlichen Schüssen auf einer Rave-Party im Schweizer Kanton Aargau fahndet die Polizei unter Hochdruck nach dem Täter. Bei dem Angriff in der Nacht zum Sonntag auf dem Gelände des „Aarauer Rave“ nahe Zürich wurde eine 22-jährige Italienerin getötet. Fünf weitere Personen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Kantonspolizei Aarau sperrte das Gebiet großräumig ab und rief die Bevölkerung auf, der Region fernzubleiben.

Die Identität des Schützen war auch am Sonntagabend unklar. „Wir wissen noch nicht, wer für diese Tat verantwortlich ist und was das Motiv war“, erklärte Dieter Egli vom Kanton Aargau bei einer Pressekonferenz. Die Ermittler fanden nach Angaben von Polizeichef Michael Leupold Spuren von zwei verschiedenen Waffen: einer Pistole oder Maschinenpistole sowie einem Sturmgewehr. Die Schüsse wurden an zwei verschiedenen Orten abgegeben – auf dem Rave-Gelände in Aarau und in der Nähe eines angrenzenden Wohnwagenlagers.

Die Polizei arbeitet derzeit mit drei Hypothesen. „Die erste ist ein Terroranschlag, die zweite eine Massentötung und die dritte eine einfache Straftat, deren Motiv uns noch unbekannt ist: eine Abrechnung innerhalb einer Gruppe oder etwas ganz anderes“, sagte Leupold. Ein Augenzeuge berichtete dem Fernsehsender TeleM1, er habe gegen Ende der Party Detonationen gehört. Die meisten Gäste hätten den Lärm zunächst für Feuerwerk gehalten. Er und andere Umstehende hätten mindestens eine halbe Stunde lang versucht, die junge Italienerin wiederzubeleben, sie sei jedoch verblutet.

Nach Angaben der italienischen Regierung handelt es sich bei dem Todesopfer um eine Italienerin. Zwei der Verletzten sind demnach ebenfalls Italiener. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass sich der oder die Täter möglicherweise nicht mehr in der Region aufhalten. Die Beamten riefen Augenzeugen auf, Videos oder Fotos des Angriffs zu übermitteln. Ein Großaufgebot der Polizei war vor Ort, Medienberichten zufolge war auch ein Militärhubschrauber im Einsatz.

Der Schweizer DJ Tekibo, der bei dem Rave aufgelegt hatte, äußerte sich im Onlinedienst Instagram zutiefst betroffen. Er habe bei dem Vorfall eine „wichtige Freundin“ verloren. „Techno und Raves sollten Orte der Freiheit und Sicherheit sein, niemals Orte, an denen so etwas geschieht.“ Auf einem Video, das eine Einwohnerin von Aarau in Onlinenetzwerken veröffentlichte, sind menschenleere Straßen zu sehen, während im Hintergrund offenbar mehrere Schüsse zu hören sind.

Schusswaffenangriffe sind in der Schweiz sehr selten, Waffen sind in dem Land jedoch weit verbreitet. Laut dem Schweizer Studienprogramm Small Arms Survey kamen im Jahr 2017 fast drei Waffen auf zehn Einwohner. Damit lag die Schweiz weltweit auf Platz 16 bei der Anzahl der Waffen pro Kopf. Die Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen der Tat dauern an.

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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