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Freitag, 18. September 2026

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Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD holt gegen AfD auf

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September 2026 ein neuer Landtag gewählt. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat im Wahlkampf deutlich zur AfD aufgeschlossen. Im Mittelpunkt der letzten Tage stehen hohe Spritpreise und unterschiedliche energiepolitische Konzepte.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September 2026 ein neuer Landtag gewählt. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat im Wahlkampf gegen die AfD erheblich aufgeholt. Nach Einschätzung von Beobachtern ist der Ausgang der Abstimmung offener als lange angenommen. Im Zentrum der letzten Wahlkampftage stehen die stark gestiegenen Spritpreise und der Umgang mit der Energieversorgung.

Die SPD dringt auf einen Preisdeckel für Kraftstoffe nach dem Vorbild Luxemburgs. Ministerpräsidentin Schwesig hatte sich wiederholt für eine solche Regelung ausgesprochen, um Pendlerinnen und Pendler in dem dünn besiedelten Flächenland zu entlasten. Die AfD fordert dagegen eine Rückkehr zu russischem Gas und verbindet damit das Versprechen sinkender Energiepreise. Beide Positionen markieren unterschiedliche Antworten auf die hohen Kosten, die den Wahlkampfabschluss dominieren.

Der Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern gilt als richtungsweisend für die Bundesrepublik. Die AfD liegt in Umfragen seit Monaten auf einem hohen Niveau, während die SPD zuletzt aufholte. Sollte es der SPD gelingen, die AfD von Platz eins zu verdrängen, wäre das ein Signal für die Bundespolitik. Umgekehrt würde ein AfD-Sieg die Debatte über den Umgang mit der Partei weiter anheizen. Die Wahl am 20. September 2026 entscheidet über die Zusammensetzung des Landtags in Schwerin.

Für Wählerinnen und Wähler, die sich orientieren wollen, stehen verschiedene Informationsangebote bereit. Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt, welche Partei den eigenen Positionen am nächsten steht. Daneben gibt es weitere Wahl-Tools, die sich mit den Programmen der Parteien auseinandersetzen. Die Landeszentrale für politische Bildung und mehrere Medien bieten Übersichten zu den Spitzenkandidaten und den wichtigsten Streitthemen.

Die politische Vergangenheit von Manuela Schwesig spielt im Wahlkampf eine Rolle. Die Ministerpräsidentin war in der Vergangenheit wegen ihrer Verbindungen zur Nord Stream 2 AG und der Stiftung Klima- und Umweltschutz MV in die Kritik geraten. In aktuellen Debatten wird sie dennoch als starke Landesmutter dargestellt, die das Bundesland vor einem Wahlsieg der AfD bewahren könnte. Diese Darstellung wird von Kommentatoren als bemerkenswert angesichts der früheren Affären bezeichnet.

Die hohen Spritpreise bleiben eines der beherrschenden Themen im Endspurt. Die SPD verspricht mit einem Preisdeckel nach Luxemburger Modell eine direkte Entlastung an der Zapfsäule. Die AfD setzt auf eine Rückkehr zu russischem Gas und verspricht dadurch niedrigere Energiepreise insgesamt. Ob diese Konzepte die Wählerinnen und Wähler überzeugen, entscheidet sich am 20. September 2026.

Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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