BVB siegt in Stuttgart und übernimmt Tabellenführung
Borussia Dortmund gewinnt mit 1:0 beim VfB Stuttgart und steht nach vier Spielen mit zwölf Punkten an der Tabellenspitze. Maximilian Beier erzielt das entscheidende Tor in der 70. Minute.
Borussia Dortmund hat mit einem 1:0-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Das Team von Trainer Niko Kovac feierte damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel und steht bei maximaler Ausbeute von zwölf Punkten. Vor 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Arena fiel die Entscheidung erst in der 70. Minute durch Maximilian Beier, der damit zum Matchwinner avancierte.
Die Partie war über weite Strecken arm an Höhepunkten. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, klare Torchancen blieben zunächst aus. Der BVB präsentierte sich defensiv konzentriert und ließ den VfB kaum zur Entfaltung kommen. «Wir haben einfach mit Leidenschaft verteidigt. Die Null musst du erstmal halten in Stuttgart, und das haben wir über 90 Minuten stark gemacht», sagte Torschütze Beier nach dem Spiel. Der Stuttgarter Angreifer Deniz Undav, der nicht für die Nationalmannschaft nominiert wurde, stellte nüchtern fest: «Beide Mannschaften haben sich nicht wirklich Torchancen herausgespielt.»
Für den VfB Stuttgart, trainiert von Sebastian Hoeneß, ist die Niederlage ein Rückschlag. Die Schwaben verharren mit drei Punkten in der unteren Tabellenhälfte. Hoeneß hatte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei der TSG Hoffenheim auf zwei Positionen verändert. Undav begann für Dzenan Pejcinovic, Bilal El Khannouss rückte neu in die Mannschaft. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus.
Der BVB hingegen geht nun als Tabellenführer in die dreiwöchige Länderspielpause. Hinter Dortmund liegt der FC Bayern München, der am Freitagabend 7:0 gegen den 1. FC Union Berlin gewonnen hatte, mit ebenfalls zwölf Punkten. Die Münchner haben allerdings eine schlechtere Tordifferenz. Die Dortmunder Effizienz ist bemerkenswert: Ein einziger guter Moment reichte, um die Partie zu entscheiden.
In anderen Spielen des Wochenendes musste der SC Freiburg einen Dämpfer hinnehmen. Die bis dahin mit sechs Pflichtspielsiegen herausragend gestarteten Breisgauer kamen bei Eintracht Frankfurt nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus und ließen erstmals Punkte liegen. Die ersten drei Tore dieser Partie wurden durch vom neuen Bundestrainer nominierte Offensivspieler erzielt: Younes Ebnoutalib brachte Frankfurt in der 10. Minute in Führung, Derry Scherhant glich für Freiburg aus (34.), ehe Jonathan Burkardt nur zwei Minuten später für die Eintracht traf. Yuito Suzuki markierte in der 48. Minute den erneuten Ausgleich für die Gäste.
Im Tabellenkeller gelang dem Hamburger SV im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Merlin Polzin ein Befreiungsschlag. Beim 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln feierte der HSV die ersten Saisontore und die ersten drei Punkte. Nach zwei 0:5-Niederlagen zuvor stand die Defensive stabiler. Nicolas Capaldo traf in der 43. Minute nach einer Ecke per Kopf, Yussuf Poulsen erhöhte kurz nach Wiederanpfiff (49.). Für Köln reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Ragnar Ache in der 90. Minute.
Bei Borussia Mönchengladbach spitzt sich die Krise dagegen weiter zu. Unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte gab es ein 3:4 (1:2) gegen den FSV Mainz 05. Die noch punktlose Borussia ist damit neues Liga-Schlusslicht. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Eugen Polanski zeigten sich die Gladbacher zumindest engagiert. Florian Neuhaus, der eigentlich schon aussortiert war, erzielte die Führung (11.), Phillip Tietz glich jedoch schnell aus (18.). Sheraldo Becker brachte Mainz noch vor der Pause in Führung (45.+1). Nachdem Kevin Diks einen Elfmeter nur an den Pfosten geschossen hatte (57.), glich Isac Lidberg aus (59.). Doch Eric Martel (78.) und Danny Da Costa (89.) bestraften Borussias Defensivschwäche. Shuto Machino verkürzte per Handelfmeter in der Nachspielzeit (90.+5) auf 3:4.
Der FC Augsburg kassierte beim 2:3 (1:0) gegen Werder Bremen seine erste Saisonniederlage. Robin Fellhauer (18.) und Calvin Brackelmann (58.) hatten die Augsburger mit 2:0 in Führung gebracht, doch Werder drehte die Partie durch Treffer von Marco Grüll (66.), Niclas Füllkrug (86.) und Rückkehrer Mitchell Weiser (90.+3).




