Europas digitale Abhängigkeit von USA und China wächst laut Studie
Bei Betriebssystemen, Suchmaschinen und Cloud-Diensten ist Europa laut einer Studie fast vollständig auf ausländische Anbieter angewiesen. Die Abhängigkeit nimmt weiter zu.
Europa ist bei zentralen digitalen Plattformen laut einer aktuellen Studie fast vollständig auf ausländische Anbieter angewiesen. Betriebssysteme, Suchmaschinen und Cloud-Dienste stammen überwiegend aus den Vereinigten Staaten und China, und diese Abhängigkeit wächst weiter.
Die Untersuchung zeigt, dass die Lücke zwischen europäischen und außereuropäischen Angeboten in den vergangenen Jahren eher größer als kleiner geworden ist. Gerade bei den Basistechnologien, auf denen Verwaltungen, Unternehmen und Privathaushalte täglich aufbauen, fehlen vergleichbare europäische Alternativen weitgehend. Wie tief die Lücke im Einzelnen reicht, wird in der Berichterstattung als zentrale Frage gestellt.
Die Ergebnisse haben vor allem politische Bedeutung. Wer Datenverarbeitung, Speicherung und Software nicht selbst kontrolliert, ist auf Lieferbedingungen, Preisentscheidungen und technische Entwicklungen anderer Staaten angewiesen. Die Studie reiht sich damit in die seit Jahren geführte Debatte über digitale Souveränität in der Europäischen Union ein, in der Fragen der Datensicherheit, des Wettbewerbs und der strategischen Unabhängigkeit eng miteinander verbunden sind.
Zugleich verdeutlicht der Befund, wie stark sich die digitale Infrastruktur in den letzten Jahren auf wenige große Anbieter konzentriert hat. Für Europa stellt sich damit die Frage, ob und wie eigene Kapazitäten aufgebaut werden können, ohne den Anschluss an die internationale Entwicklung zu verlieren.
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