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Microsoft übertrifft Erwartungen und startet stark ins neue Geschäftsjahr

Der Softwarekonzern hat im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Die Aktie legte nachbörslich kräftig zu und nähert sich ihrem Rekordhoch.

Microsoft ist besser als von Experten erwartet in das neue Geschäftsjahr gestartet, das am 1. Juli begonnen hat. Der Konzern meldete einen Gewinn von 36,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 32 Prozent. Die Nachricht sorgte an der Börse für deutliche Kursgewinne, und die Aktie steht nun nahe an ihrem bisherigen Höchststand.

Getrieben wurde das Wachstum vor allem von der Cloud-Plattform Azure, die erneut ein sehr hohes Wachstum verzeichnete. Der Erlös stieg um fast ein Fünftel auf 92,3 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 82,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen teilte die Zahlen am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA mit; der Konzern hat seinen Sitz in Redmond. Umsatz und Ergebnis lagen damit über der durchschnittlichen Erwartung der Analysten.

Positiv überraschte Microsoft auch bei den Investitionen, die nicht ganz so hoch ausfielen wie erwartet. Gerade dieser Punkt wurde an den Finanzmärkten aufmerksam aufgenommen, weil er auf eine im Vergleich zu den Prognosen zurückhaltendere Ausgabenentwicklung hindeutet. Nach der Bekanntgabe der Zahlen zog der Kurs nachbörslich deutlich an: Gut 45 Minuten später lag die Aktie rund vier Prozent über dem Schlusskurs im Haupthandel bei 552 Dollar. Zwischenzeitlich kletterte sie auf mehr als 560 Dollar.

Sollte die Aktie am Donnerstag in ähnlichem Maße zulegen, könnte sie ihr bisheriges Rekordhoch von etwas mehr als 555 Dollar aus dem Sommer 2025 übertreffen. Ein neues Allzeithoch wäre damit in greifbarer Nähe. Die Entwicklung zeigt, wie stark der Markt auf den Cloud-Bereich als Wachstumstreiber setzt, denn genau dort liegt der größte Anteil am Umsatzplus.

Mit einem Börsenwert von derzeit rund vier Billionen Dollar zählt Microsoft zu den weltweit wertvollsten Unternehmen. Die Zahlen gelten damit als wichtiges Signal für die Stellung des Konzerns im Wettbewerb um Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz, in den Anleger große Erwartungen setzen. Weitere Details zu den Ausblicken für die kommenden Quartale nannte das Unternehmen in den vorliegenden Berichten nicht.

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Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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