Union und SPD stehen vor Einigung über Abschaffung der Einspeisevergütung
Im Streit um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zeichnet sich ein Kompromiss ab, der die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen auslaufen lassen könnte.
Union und SPD stehen nach monatelangen Verhandlungen offenbar vor einer Einigung über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Ein Kompromiss sieht vor, die Einspeisevergütung abzuschaffen, also die feste Vergütung, die Betreiber von Photovoltaikanlagen bisher für den ins Netz eingespeisten Strom erhalten. Nach Berichten des Portals T-Online liegt der Kompromissvorschlag inzwischen vor, eine formelle Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.
Seit Monaten ringen die Koalitionspartner um die künftige Förderung erneuerbarer Energien. Das EEG gilt als zentrales Gesetz der Energiepolitik, weil es festlegt, wie der Ausbau von Solar- und Windenergie in Deutschland finanziert und gesteuert wird. Die Einspeisevergütung war lange das wichtigste Instrument, um Investitionen in Photovoltaik wirtschaftlich attraktiv zu machen. Ein Wegfall würde die Rechnung vieler Anlagen verändern und Betreiber dazu bewegen, ihren Strom stärker selbst zu verbrauchen oder zu speichern.
Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit Solardach hätte die Neuregelung spürbare Folgen. Wer bereits eine Anlage betreibt, bleibt von einer künftigen Änderung in der Regel nur insoweit betroffen, als sich die Rahmenbedingungen für neue Anlagen verschieben; für Interessenten wird der Eigenverbrauch deshalb zu einer zentralen Frage der Wirtschaftlichkeit. Installateure und Energieberater dürften die Debatte aufmerksam verfolgen, da sich Angebote und Förderlogik gleichermaßen verändern würden.
Parallel zur politischen Debatte wächst das Interesse an Batteriespeichern. Der Bayerische Rundfunk berichtet von einem deutlichen Boom bei Photovoltaik-Heimspeichern, die inzwischen günstiger und stärker nachgefragt seien. Der SWR greift die Frage auf, wie sich eine Solaranlage mit Heimspeicher trotz eines möglichen Endes der Solarförderung noch rechnen kann. Beide Beiträge verbinden damit die politische Entwicklung mit der praktischen Entscheidung von Verbrauchern, die ihre Stromkosten senken wollen.
Wann die Einigung formell beschlossen wird und in welcher Form die Neuregelung im Einzelnen ausfällt, war aus den vorliegenden Informationen nicht abschließend zu erkennen. Klar ist, dass die Abschaffung der Einspeisevergütung im Raum steht und für Anlagenbetreiber, Installateure und Stromkunden gleichermaßen von Bedeutung ist. Bis zu einer endgültigen Festlegung bleiben die Details offen.
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