Cannstatter Volksfest startet am Freitag mit Fassanstich
Das 179. Cannstatter Volksfest öffnet am 25. September. 240 Schausteller und Wirte erwarten rund vier Millionen Gäste. Wegen des Landwirtschaftlichen Hauptfests gibt es kaum Parkplätze.
Das Cannstatter Volksfest in Stuttgart geht an diesem Freitag in seine 179. Auflage. Um 16 Uhr sticht Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) das erste Fass an und eröffnet damit das größte Volksfest Baden-Württembergs. Erst wenn das Bier aus seinem Fass läuft, darf auch in den übrigen Festzelten ausgeschenkt werden. Der Fassanstich wird per Video in die anderen Zelte übertragen. Die Geschäfte auf dem Wasen sind bereits ab 15 Uhr geöffnet.
Gefeiert wird bis zum 11. Oktober, also 17 Tage lang. Rund 240 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute laden an ihre Buden und in ihre Zelte. Im vergangenen Jahr kamen rund 4,2 Millionen Besucher auf den Festplatz. Wie viele es diesmal werden, hängt nach Einschätzung der Veranstalter vor allem vom Wetter ab. Montags bis freitags öffnet der Wasen ab 12 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr. An Sonntagen bis Donnerstagen endet der Betrieb um 23 Uhr, freitags und samstags um Mitternacht. Am Eröffnungsfreitag kann bis Mitternacht gebummelt werden.
Das Landwirtschaftliche Hauptfest, nach eigenen Angaben die größte Landwirtschaftsmesse Süddeutschlands, öffnet fast zeitgleich seine Pforten. Vom 27. September bis 4. Oktober präsentieren sich auf knapp 130.000 Quadratmetern Hunderte Aussteller. Geplant sind eine Sonderschau zur modernen Kälberhaltung und Zelte mit Hunderten Tieren. Weil das Hauptfest alle vier Jahre stattfindet und Fläche beansprucht, sprechen die Veranstalter in diesem Jahr vom «kleinen Wasen».
Besonders voll wird es an den Wochenenden und am 3. Oktober, der diesmal auf einen Samstag fällt. Nach Angaben der Veranstalter drängelt es sich vor allem an Samstagen zwischen 16 und 19 Uhr. Wer keinen Zeltplatz reserviert hat, sollte die Anreise außerhalb dieser Zeiten planen. Der Betrieb hängt auch stark vom benachbarten Stadion und den Veranstaltungen im NeckarPark ab.
Für Familien lohnen sich die beiden Familientage am 30. September und 7. Oktober, die jeweils auf einen Mittwoch fallen. Schausteller, Gastronomen und Marktkaufleute bieten dann ermäßigte Preise an, außerdem sind Stelzenläufer und Luftballonkünstler unterwegs.
Von der Anreise mit dem Auto raten die Veranstalter dringend ab. Wegen des Hauptfests gibt es in diesem Jahr nur Parkplätze für Menschen mit Behinderung. «Wir empfehlen dringend die Anreise mit dem ÖPNV oder die Nutzung von Park-and-Ride», sagte eine Sprecherin von in.Stuttgart. Motorräder können am Willi-Daume-Steg und an der Stadtbahn-Haltestelle «Cannstatter Wasen» parken, Fahrräder am Eingang Krämermarkt an der König-Karls-Brücke.
Die Stadtbahn-Haltestelle Cannstatter Wasen liegt direkt am Festgelände. Die U11 fährt als Sonderlinie vom Hauptbahnhof dorthin und zurück. An Werktagen passt die U19 zum und vom Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt, zudem bringen die Linien U1, U2, U13 und U16 Besucher zum Fest. Zur Mercedesstraße führen die Linien U1, U2, U13 und U16. Die S-Bahnen S1, S2 und S3 sowie viele Regionalbahnen halten in Bad Cannstatt, von dort sind es rund zehn Minuten zu Fuß. Eine Alternative ist die Stadtbahn-Haltestelle «Mineralbäder (Leuze)».
Für Sicherheit soll wie in den vergangenen Jahren die «Wasenboje» sorgen, ein Container auf dem Festgelände. Er dient vor allem Mädchen und Frauen als Anlaufstelle, die belästigt wurden, ihre Gruppe verloren haben oder zu viel getrunken haben. Das Team der dunkelblauen Boje mit neongrünem Logo ist täglich ab 15 Uhr geöffnet, ruft Taxis für eine sichere Heimfahrt und begleitet Betroffene zur Polizei.
Eintritt kostet der Wasen nicht, auch der Zugang zu den Festzelten ist frei. Bezahlt wird für Fahrgeschäfte, Schaustellerbetriebe, Speisen und Getränke. Dutzende Fahr- und Laufgeschäfte stehen bereit, darunter mehr als zehn neue Attraktionen. Das Volksfest geht auf König Wilhelm I. von Württemberg zurück, der es vor mehr als 200 Jahren nach Missernten und Hunger ins Leben rief.




