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Dienstag, 15. September 2026

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Deutscher Radiopreis für Deutschlandfunk-Nova-Reihe «Die Lieblingsschülerin»

Die mehrteilige Reportagereihe «Die Lieblingsschülerin» von Britta Rotsch und Taiina Grünzig ist mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie «Beste Reportage» ausgezeichnet worden. Die Grimme-Jury würdigte die investigative Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und Grooming im Schulsystem. Die Preisverleihung fand im Stage Theater an der Elbe in Hamburg statt.

Die mehrteilige Reportagereihe «Die Lieblingsschülerin» des Senders Deutschlandfunk Nova ist mit dem Deutschen Radiopreis in der Kategorie «Beste Reportage» ausgezeichnet worden. Die Autorinnen Britta Rotsch und Taiina Grünzig nahmen die Auszeichnung entgegen. Die unabhängige Jury des Grimme-Instituts würdigte die Arbeit als hochrelevant und handwerklich meisterhaft.

Die Reihe dokumentiert anhand der Schicksale betroffener Frauen, wie missbräuchliche Abhängigkeiten im Schulalltag entstehen können. Im Mittelpunkt steht sexualisierte Gewalt und Grooming im Schulsystem. Die Autorinnen verbinden intensive Recherche mit Aufklärung und setzen nach Einschätzung der Jury ein Zeichen gegen das Schweigen über das Thema. Zugleich zeigt die Recherche Lücken in der Aufsicht und in den Institutionen auf.

Die Preisverleihung fand am Abend im Stage Theater an der Elbe in Hamburg statt. Vor rund 1.000 geladenen Gästen würdigte die «Tagesschau»-Sprecherin Susanne Daubner in einer Hommage die Bedeutung des Mediums. Sie sagte, Radio brauche keine Filter, «nur Menschen, die zuhören und Menschen, die was zu sagen haben». Durch den Abend führten Katrin Bauerfeind und Thorsten Schorn.

Neben der Reportage von Deutschlandfunk Nova wurden in neun weiteren Kategorien Preise vergeben. In der Kategorie «Bestes Informationsformat» ging die Auszeichnung an WDR 2 für den Podcast «Inside CumEx – Jagd auf die Steuer-Mafia» von Massimo Bognanni und Adrian Breda. Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass die komplexe Materie des Cum-Ex-Skandals noch nie so tief und fesselnd aufgearbeitet worden sei.

Der Preis für das beste Entertainment wurde an NDR 2 für die Reihe «Barmbek Bump – Prange vs. Rohde» von Andreas Altenburg mit den Schauspielern Olli Dittrich und Bjarne Mädel vergeben. Die Grimme-Jury würdigte das Format als besonders unterhaltsam, weil es Alltägliches pointiert aufbereite und mit starken Persönlichkeiten sowie hohem Wiedererkennungswert verbinde.

Weitere Auszeichnungen gingen an R.SA in der Kategorie «Bestes Musikformat» für «Die R.SA Kulthit-Cover» von Grit Fischer-Hermann und Torsten Birenheide sowie an Gong 96.3 für die «Beste Sendung» mit «Take-Over – Bully & Rick übernehmen die Mike Thiel Show», in der Michael Bully Herbig und Rick Kavanian eine etablierte Morgensendung übernahmen. Antenne Münster wurde mit Malena Stöhler und Tino Tiede für «Die Antenne Münster Lokalrunde» als «Beste Programmaktion» geehrt.

Als «Beste Moderatorin» wurde Evren Gezer von Hit Radio FFH ausgezeichnet. 1Live vom WDR gewann mit Jule Blaase und Celina Pegel die Kategorie «Beste Morgensendung». Melina «Mille» Sander erhielt den Preis für das beste Interview mit «Mille meets Disarstar» auf Kiss FM. Sina Wende von Bayern 1 wurde als «Beste Newcomerin» geehrt; die frühere TV-Sportjournalistin moderiert seit September 2025 die Bundesliga-Sendung «Heute im Stadion».

Ein Ehrenpreis ging postum an den amerikanischen Moderator Rik De Lisle (1947–2026), der mit seinen Musiksendungen bei AFN und später beim Rias in beiden Teilen des damals geteilten Berlin viele Hörer begeisterte. Der Sänger Rea Garvey sagte in seiner Laudatio, für viele Menschen sei das mehr als Unterhaltung gewesen: «ein kleines Stück Freiheit».

Die Grimme-Jury wählte die Gewinnerinnen und Gewinner aus mehr als 400 eingereichten Beiträgen in zehn Kategorien aus. Die Auszeichnungen wurden unter anderem von Guido Maria Kretschmer, Pinar Atalay und Lutz van der Horst überreicht. Für musikalische Höhepunkte sorgten Peter Maffay gemeinsam mit Johannes Oerding sowie Tiffany Aris, Rea Garvey, Zah1de und Benét Monteiro aus dem Cast des Musicals «MJ – Das Michael Jackson Musical».

Dominik Zimmermann

Autor

Wirtschaftsanalyst

Dominik Zimmermann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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