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Helmut Kohls langjähriger Chauffeur Eckhard Seeber ist tot

Eckhard «Ecki» Seeber, über vier Jahrzehnte Chauffeur und enger Vertrauter Helmut Kohls, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er begleitete Kohl von dessen Zeit als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz bis weit über die Kanzlerschaft hinaus und legte mehr als fünf Millionen Kilometer zurück.

Eckhard «Ecki» Seeber, der langjährige Chauffeur und enge Vertraute des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 87 Jahren, einen Tag vor seinem 88. Geburtstag, wie seine Tochter in Ludwigshafen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte der «Spiegel» über den Tod berichtet.

Seeber war rund vier Jahrzehnte lang der Fahrer Kohls. Er chauffierte den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und späteren Bundeskanzler durch die Welt und legte dabei mehr als fünf Millionen Kilometer zurück. Die beiden kannten sich seit 1962. Als Kohl 1969 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wurde, machte er Seeber zu seinem Chauffeur. Seeber blieb bis ins Rentenalter in dieser Position und blieb Kohl auch über dessen politische Laufbahn hinaus verbunden.

Seeber war weit mehr als ein Fahrer. Er galt als erster Ansprechpartner für Kohl während dessen Zeit als Bundeskanzler, CDU-Vorsitzender und Regierungschef in Rheinland-Pfalz. Die Arbeitsteilung zwischen den beiden beschrieb Seeber einmal so: «Der Chef macht die Politik, und ich fahre.» An anderer Stelle sagte er: «Er machte Politik. Ich kümmerte mich ums Ankommen.»

Der Chauffeur begleitete Kohl nicht nur im Auto, sondern auch auf Staatsbesuchen und privaten Reisen. Kaum jemand verbrachte so viel Zeit mit dem Politiker wie er. Auch Seebers Frau Hilde stand lange im Dienste des Hauses Kohl. Sie führte den Haushalt und fand im Jahr 2001 Kohls Ehefrau Hannelore nach deren Suizid.

Eine letzte Mission erfüllte Seeber im Jahr 2008. Kohl war in seinem Haus im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim auf der Marmortreppe gestürzt. «Ecki, komm sofort», habe der Altkanzler gesagt, berichtete Seeber später. Er holte medizinische Hilfe. Danach brach der Kontakt jedoch abrupt ab. Kohls zweite Ehefrau Maike Kohl-Richter informierte Seeber über seine Entlassung. Er habe eines Tages die Schlüssel von Haus und Wagen abgeben müssen, beklagte er sich später. Als er noch einmal am Bungalow klingelte, um sich von Kohl zu verabschieden, wurde er weggeschickt.

Seeber nahm nach dem Tod von Helmut Kohl im Juni 2017 an einem Gedenkgottesdienst teil. Der frühere Kanzler starb im Alter von 87 Jahren. Seeber selbst starb nun einen Tag vor seinem 88. Geburtstag. Er hinterlässt seine Tochter, die den Tod der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

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Christoph Reichert

Autor

Politischer Korrespondent

Christoph Reichert berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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