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Montag, 28. September 2026

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Paula Löber aus Sachsen-Anhalt ist neue Deutsche Weinkönigin

Die 29-jährige Projektmanagerin setzt sich im Finale in Neustadt an der Weinstraße gegen vier Mitbewerberinnen durch. Saale-Unstrut stellt erstmals seit 1993 wieder die Bundesweinkönigin.

Paula Löber ist die 78. Deutsche Weinkönigin. Die 29 Jahre alte Projektmanagerin aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt setzte sich am Freitagabend im Finale in Neustadt an der Weinstraße gegen vier Mitbewerberinnen durch. Sie tritt damit die Nachfolge von Anna Zenz von der Mosel an, die nach einem Jahr im Amt verabschiedet wurde.

Für das Weinbaugebiet Saale-Unstrut ist der Erfolg historisch: Erstmals seit 1993 stellt die Region wieder die Deutsche Weinkönigin. Löber wird als wichtigste Botschafterin der deutschen Weinwirtschaft ein Jahr lang die Interessen von rund 14.000 Weinbaubetrieben vertreten und zahlreiche Termine im In- und Ausland wahrnehmen. «Es ist unbeschreiblich», sagte sie nach der Krönung. «Ich weiß gerade gar nicht, was in meinem Kopf los ist, aber es ist ganz, ganz, ganz viel Freude. Wahnsinn, was man alles erreichen kann.»

Im Finale im Saalbau mussten sich die fünf Kandidatinnen mehreren Prüfungen stellen. Dazu gehörten eine Blindverkostung, bei der Weinsorten erkannt werden mussten, sowie weinbezogene Spiele auf der Bühne, die Schlagfertigkeit verlangten. Vor Hunderten Gästen wählten eine Jury und das Publikum anschließend Kathrin Knierim (27) aus Rheinhessen und Natalie Schäfter (25) aus Württemberg zu Weinprinzessinnen. Anna Cölsch (21) aus der Pfalz und Lena Roie (32) aus dem Rheingau unterlagen im Kampf um die Krone. Die Finalistinnen hatten sich zuvor in einem Vorentscheid gegen fünf Kandidatinnen und einen Kandidaten aus anderen Anbaugebieten durchgesetzt.

Die bisherige Amtsinhaberin Anna Zenz nahm bewegt Abschied. «Das Jahr war größer als jeder Traum», sagte die 25-Jährige. Die Deutsche Weinkönigin wirbt seit 1949 für die Branche. In Deutschland gibt es 13 Weinanbaugebiete, das größte ist Rheinhessen. Bis 1999 galt die Bedingung, dass Kandidatinnen ledig sein und aus einer Winzerfamilie stammen mussten. Mittlerweile ist der Wettbewerb auch für Männer geöffnet.

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Franziska Thielmann

Autor

Reporterin

Franziska Thielmann berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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