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Samstag, 24. Oktober 2026

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Tschüss Sommerzeit: Es wird wieder auf Winterzeit umgestellt

Zeitumstellung: Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren zurückgestellt

Die Uhren werden in der Nacht zum 25. Oktober 2026 von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Der Überblick erklärt, wie man die Richtung im Kopf behält, warum die Umstellung seit Jahren umstritten ist und wie sich der Wechsel auf den Schlafrhythmus besser abfedern lässt.

Mit dem Ende des Sommers steht auch die nächste Zeitumstellung an. In der Nacht zum 25. Oktober 2026 werden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgedreht. Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern nahezu alle anderen Länder Europas. Ausnahmen sind Island, wo es keine Zeitumstellung gibt, sowie Russland und Belarus. Russland hatte die Sommerzeit bereits 2014 abgeschafft.

Am letzten Oktoberwochenende verlängert sich der Tag damit um eine Stunde, man bekommt also gewissermaßen eine Stunde geschenkt. Im digitalen Alltag geschieht die Umstellung meist automatisch: Mobiltelefone und viele andere Geräte passen die Zeit von selbst an. Dennoch hilft es zu wissen, in welche Richtung der Zeiger wandert. Als Merkhilfe wird häufig genannt, dass Gartenmöbel im Herbst wieder in den Schuppen oder die Garage kommen. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die Temperaturen: Im Winter liegen sie im Minus, im Sommer im Plus.

Die Zeitumstellung ist seit Jahren umstritten. Bereits 2018 hatten Millionen Europäer bei einer Befragung mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung gestimmt. Geändert wurde bislang trotzdem nichts, weil sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union nicht darauf einigen konnten, welche Zeit künftig dauerhaft gelten soll. Dabei spielt auch die große geografische Ausdehnung der Staatengemeinschaft eine Rolle: Für die östlichen Länder wäre eine permanente Sommerzeit günstiger, die westlichen Staaten neigen eher zu einer dauerhaften Winterzeit. Hintergrund sind die unterschiedlichen Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in den Regionen.

Seit 1980 werden die Uhren in Deutschland im März vor- und im Oktober zurückgestellt. Die Regelung geht auf eine Vorgabe der Europäischen Union zurück, von der man sich Vorteile für den Binnenmarkt erhoffte. Eine effizientere Ausnutzung des Tageslichts sollte Energie sparen und die Wirtschaft ankurbeln. Dieser Effekt blieb jedoch aus oder lässt sich zumindest nicht verlässlich beziffern, wie in den Jahrzehnten danach immer wieder berichtet wurde. Die Idee, durch das Verstellen der Uhr Energie zu sparen, ist deutlich älter: Schon 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, stellte unter anderem das Deutsche Reich in den helleren Monaten auf Sommerzeit um, um Rohstoffe zu schonen.

Innerhalb der EU wurde die Umstellung erst 1996 synchronisiert. Seitdem wechseln alle Mitgliedstaaten in derselben Nacht die Uhren. Auch Großbritannien hält an dieser Praxis fest; der Brexit hat daran nichts geändert.

Die Meinungen über die Zeitumstellung gehen auseinander. Manche Menschen sehen darin keinen Vorteil. Andere schätzen die langen, hellen Sommerabende, besonders im Norden Deutschlands und Europas, wenn man auch Stunden nach Feierabend noch draußen sitzen und das Tageslicht genießen kann. Als Nachteil empfinden viele die Umstellung im Frühjahr, weil plötzlich eine Stunde Schlaf fehlt und es einige Tage dauern kann, bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat. Im Herbst wiederum fällt die Dunkelheit eine Stunde früher ein, was den Übergang in den kühleren Teil des Jahres als abrupten Sprung erscheinen lässt.

Um den sogenannten Mini-Jetlag abzufedern, empfehlen Krankenkassen, die Schlaf- und Aufwachzeiten schrittweise anzupassen. Vor der Umstellung im Frühjahr kann man beispielsweise jeden Tag etwa eine Viertelstunde früher ins Bett gehen. Vor der Winterzeit im Herbst empfiehlt sich das Gegenteil: in den Tagen davor etwas später schlafen gehen. Wer tagsüber müde ist, sollte auf den Mittagsschlaf verzichten, damit man abends besser einschläft. Um morgens wacher zu werden, hilft es, nach dem Aufstehen möglichst schnell ins Tageslicht zu gehen.

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Elena Mertens

Autor

Nachrichtenredakteurin

Elena Mertens berichtet für Grenzah über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und aktuelle Ereignisse. Der Schwerpunkt liegt auf Prüfung, Kontext und verständlicher Einordnung.

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